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Werkschau
Julian Radlmaier

Ein Gespenst geht um in Europa
D 2012, 46 Min,

R: Julian Radlmaier

mit Giorgi Korkashvili,
Zurab Rtveliasvili, Jan Bachmann, Katja Weilandt, Willem Menne, Philip
Reuter, Max Linz, Julian Radlmaier

 

Fr 11.1.19, 19:30 Uhr
Sa 12.1.19, 22:00 Uhr



 


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Berlin, ein Sommer in Zeiten des Neoliberalismus: das Gespenst der sowjetischen Avantgarde spukt in der Stadt. Ein junger georgischer Zeitarbeiter wird in der eigenen Küche vom Geist des russischen Revolutionsdichters Wladimir Majakowskis überrascht. Währendessen macht sein Freund Kasimir ein Millionenerbe, doch was tun mit all dem Geld?
Gerahmt von einer Zeitreise in das 19. Jahrhundert Gustave Flauberts und dem Dreh eines deutschtümelnden Melodrams für das deutsche Fernsehen, folgt der Film den Abenteuern dieser drei Figuren durch das heutige Berlin. Eine suprematistische Digital-Komödie über die Übertragung emanzipatorischer Energien.

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Werkschau
Julian Radlmaier

Ein proletarisches Wintermärchen
D 2014, 63 Min,

R: Julian Radlmaier

mit: Natia Bakhtadze, Sandro Koberidze, Ilia Korkashvili, Lars Rudolph, Katja Weilandt, Willem Menne, Christoph Förster

Fr 11.1.19, 19:30 Uhr
Sa 12.1.19, 22:00 Uhr

 

 

 


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Drei junge Georgier müssen im Auftrag eines Gebäudereinigungsunternehmens ein Berliner Schloss putzen, in dem am Abend die Sammlung zeitgenössischer Kunst eines deutsches
Rüstungsunternehmens präsentiert werden soll. Bei diesem Anlass ist das Proletariat natürlich unerwünscht und wird in eine Dachkammer verbannt.
Unten jedoch lockt ein köstliches Buffet – warum sich nicht einfach über dieses ungerechte Ausgangsverbot hinwegsetzen, die räumlichen Demarkationslinien der Klassengesellschaft übertreten? Und überhaupt, begann die französische Revolution nicht auch mit einem Stück Torte?
Indem sie sich wild fabulierende Geschichten erzählen, die von einem Abenteuer des heiligen Franz von Assisi bis zu einer spiritistischen Séance in der Sowjetunion reichen, versuchen die drei, eine Antwort auf die Fragen zu finden, ob sich Klassenverhältnisse überwinden lassen, wo doch alle überlieferten Geschichten dagegen sprechen – während sie ganz nebenbei mit nahezu messianischer Faulheit eigensinnigen Wolken, neoliberalen Arbeitsverhältnissen, den letzten hórvathschen Kleinbürgern und den Akteuren einer wirren spätkapitalistischen Verschwörung trotzen.
Ein proletarisches Wintermärchen, eben.

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Werkschau
Julian Radlmaier

Selbstkritik eines bürgerlichen Hundes
D 2017, 99 Min,

R: Julian Radlmaier

mit: Julian Radlmaier, Deragh Campbell, Kyung-Taek Lie, Beniamin Forti, Ilia Korkashvili, Zurab Rtveliashvili, Bruno Derksen, Anton Gonopolski, Johanna Orsini-Rosenberg, Mex Schlüpfer

 

Fr 11.1.19, 22:00 Uhr
Sa 12.1.19, 19:30 Uhr
So 13.1.19, 20:00 Uhr

 

 

 


 


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Ein bürgerlicher Windhund gesteht, wie er vom Filmemacher zum Vierbeiner wurde: Weil er gerade keine Förderung bekommt, sieht JULIAN sich gezwungen, einen Job als Erntehelfer anzunehmen. Als er der jungen Kanadierin CAMILLE weismacht, es handele sich dabei um die Recherche für einen kommunistischen Märchenfilm, in dem sie die Hauptrolle spielen
soll, will sie ihn begleiten und Julian spinnt romantische Fantasien. So landen die beiden in der trügerischen Idylle einer ausbeuterischen Apfelplantage. Während Julian unter der körperlichen Arbeit leidet und sich vor den merkwürdigen Zimmergenossen in den Containerbaracken fürchtet, stürzt sich Camille enthusiastisch in die vermeintliche Recherche und freundet sich mit HONG und SANCHO an, zwei wundergläubige
Proletarier auf der Suche nach dem Glück. Für Julian wird es zunehmend schwieriger, den kommunistischen Filmemacher zu performen, außerdem kommt ihm ein Vorzeigearbeiter mit amerikanischen Träumen in die Quere, ein stummer Mönch mit magischen Kräften und einem Sprung in der Schüssel tritt auf, die Plantagenbesitzerin wird versehentlich getötet und eine versuchte Revolution endet in Ratlosigkeit.

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Blick nach Afrika

We come as Friends OmU
A/F 2014, 109 Min,

Dokumentarfilm von Hubert Sauper

Mit Gästen und anschl. Diskussion



Mo 14.1.19,
19:30 Uhr

 


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Im dunkelsten Winkel der Weltpolitik, im Sudan - einem Land reich an Bodenschätzen und Konflikten, kommen die Akteure in einer für Afrika beispielhaften neukolonialen Situation zusammen: UN-Friedenstruppen, amerikanische Missionare, chinesische Ölproduzenten, sudanesische Kriegsherren, lokale Eliten. Auch die Armen des Landes haben ihren Auftritt: Sie werden über den Tisch gezogen.

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In Kooperation mit attac Berlin

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Blick auf die Berlinale 2018

An Elephant Sitting Still OmU
China 2018. 230 Min,

R+B+M: Hu Bo, K: Fan Chao

D: Zhang Yu, Peng Yuchang, Wang Yuwen, Liu Congxi

 


Do 17.1.19, 19:30 Uhr
Fr 18.1.19, 20:00 Uhr
Sa 19.1.19, 20:30 Uhr
So 20.1.19, 14:00 Uhr
So 20.1.19,
19:30 Uhr

 


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Im nordchinesischen Manzhouli soll es einen Elefanten geben, der einfach nur dasitzt und die Welt ignoriert. Manzhouli wird zur fixen Idee für die Helden dieses Films, zum erhofften Ausweg aus der Abwärtsspirale, in der sie sich befinden. Wie Bu, der in Notwehr den Schulschläger Shuai die Treppe hinunterschupst. Shuais Familie will Rache, doch sein Gangster-Bruder hat andere Probleme, als Bu zu jagen; er fühlt sich für den Suizid eines Freundes verantwortlich. Und dann sind da noch Bus Mitschülerin Ling, die eine Affäre mit ihrem Lehrer hat, um ihrem lieblosen Zuhause zu entkommen, und Herr Wang, dessen Sohn ihn ins Altersheim abschieben will. Alle ihre Schicksale sind untrennbar miteinander verknüpft.

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Filmpremiere

Mit Fäusten und Dynamit Polnische, deutsche und tschechische ArbeiterInnen Oberschlesiens gegen Franco OmU
2018

Dokumentarfilm von Dariusz Zalegas

In Anwesenheit des Filmemachers und weiteren Gästen


Mo 21.1.19, 19:00 Uhr

 


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Der Film stellt oberschlesische Arbeiter vor, die im Spanischen Bürgerkrieg gegen die Faschisten unter General Franco kämpften. Sie waren unterschiedlicher Weltanschauung, kamen aus unterschiedlichen politischen Formationen der Linken, ob als Anarchisten, Kommunisten oder Sozialisten. Und sie waren verschiedener Nationalität. Über sie und ihre Kämpfe an den verschiedenen Fronten des Spanischen Bürgerkriegs berichtet der Film.
Der Filmemacher Dariusz Zalega aus Katowice will – wie bereits in seinem ersten Film „Rebellisches Schlesien“ – auch in seinem neuen Werk zeigen, dass die Arbeiter als Klasse und nicht als Nation verbunden waren und über nationale Unterschiede hinweg gegen den Faschismus handelten. Der Film zeigt aber auch die dramatische Situation, die mit der Unterstützung Francos durch den Faschismus in Deutschland und Italien, durch die "Nichteinmischung" der „westlichen Demokratien,“ aber auch durch den mörderischen Einfluss Stalins entstanden war.
Auch mit seinem zweiten Film gelingt es Dariusz Zalega, mit einem Blick in die Geschichte ein deutliches Zeichen internationaler Solidarität der Arbeitenden gegen den Nationalismus der Gegenwart zu setzen.
Im Anschluss an den Film: Diskussion mit dem Autor und Regisseur Dariusz Zalega aus Kato-wice über "Oberschlesische Arbeiter – geeint als Klasse wider die nationalistischen Tendenzen", Moderation: Bernd Gehrke, Übersetzung: Norbert Kollenda

In Zusammenarbeit mit AK Geschichte sozialer Bewegungen Ost-West, unterstützt von der Gruppe Arbeiterpolitik, Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union (Berlin), Internationale Sozialistische Organisation (Berlin)

Gefördert von der Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt
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Buchvorstellung:

BERLIN Stadt der Revolte
Michael Sontheimer und Peter Wensierski



Di 4.12.18, 19:00 Uhr

 


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»Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt«
Überall in Berlin finden sich Orte, die Schauplätze von Revolten waren: der Studentenbewegung im Westen, der Oppositionellen im Osten, der Feministinnen, Hausbesetzer und Punks in beiden Teilen der Stadt.
So sehr sich die Reaktionen der jeweiligen Staatsmacht auf die jungen Rebellen beiderseits der Mauer auch unterschieden, überraschend ähnlich waren die Motive und der Mut der Menschen, die gegen überholte Ordnungen und Autoritäten aufbegehrten.

Michael Sontheimer und Peter Wensierski erzählen die jüngere Geschichte einer aufsässigen Metropole anhand von Wohnungen, Häusern, Straßen und Plätzen. Gestützt auf umfassende Recherchen und Gesprächen mit den Beteiligten, lassen sie eine Topographie der Revolte entstehen, die zum Flanieren, Entdecken und Staunen einlädt.

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Filmporträt

Dance Fight Love Die - Unterwegs mit Mikis Theodorakis OmU
D 2017, 90 Min,

ein Film von Asteris Kutulas

mit Mikis Theodorakis, Sandra von Ruffin, Statis Papadopoulos

Am 7.12. in Anwesenheit von Asteris Kutulas

 

 

Fr 7.12.18, 19:30 Uhr
Sa 8.12.18, 19:30 Uhr
So 9.12.18, 20:00 Uhr

 


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Ein clipartiges Notebook. 60 mal Musik. 60 Stories. 1 Anti-Romanze. Ein ungewöhnlicher Film über den musikalischen Anarchisten Mikis Theodorakis.
DANCE FIGHT LOVE DIE ist ein überbordendes visuelles Epos, ein poetisches Roadmovie, eine assoziative Filmcollage. Dabei dreht sich alles um das Universum des Komponisten Mikis Theodorakis, den Ausnahmekünstler eines dramatischen Jahrhunderts, der weltweit Millionen inspirierte, das Enfant terrible der jüngeren europäischen Musikgeschichte.
Asteris Kutulas begleitete Theodorakis von 1987 bis 2017 und ließ dabei immer wieder seine Videokamera laufen: 3 Jahrzehnte, 4 Kontinente, 100 Drehorte, 600 Stunden Filmmaterial. In seinem Film verwebt Kutulas sehr persönliche Momente mit Archiv-Material, dokumentarische Aufnahmen mit humorvoll-grotesker Fiktion und Theodorakis’ Musik mit ihrem Widerhall in den Interpretationen zahlreicher vorwiegend junger Künstler, u.a. als Jazz-, Klassik-, Electro- und Rap-Version. 87 Minuten Musik, kaum ein gesprochenes Wort.

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Blick nach Afrika

Das grüne Gold - DEAD DONKEYS FEAR NO HYENAS OmU
S/D/FL 2016, 84 Min,

R: Joakim Demmer
K: Ute Freund

Mit Gästen und anschl. Diskussion

 


Mo 10.12.18, 19:30 Uhr

 


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Ackerland – das neue grüne Gold. Weltweit wächst die kommerzielle Nachfrage nach Anbauflächen für den globalen Markt, eine der lukrativsten neuen Spielflächen ist Äthiopien. In der Hoffnung auf große Exporteinnahmen verpachtet die äthiopische Regierung Millionen Hektar Land an ausländische Investoren. Der Traum von Wohlstand hat jedoch seine dunklen Seiten: es folgen Zwangsumsiedlungen riesigen Ausmaßes, über 1 Million Kleinbauern verlieren ihre Lebensgrundlage, die Böden werden überfordert – die Antwort ist eine Spirale der Gewalt im Angesicht einer paradoxen Umweltzerstörung.

Als Gäste begrüßen wir Haile Mengesa von Ethio Berlin e.V. und Maria Scruell von FIAN.
In Kooperation mit attac Berlin

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Kinderkino

Kurzfilmprogramm zum Winterbasar
mit Advendsbasteleien

ab 4 Jahre



So 16.12.18, 15:00 Uhr

 


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Wir laden ein zum stimmungsvollen Hoffest, mit Köstlichkeiten vom Grill und aus der Kantine, leckeren Kuchen gebacken von den NachbarInnen aus dem Kiez, Glühwein und warmem Apfelsaft, Torten und Kakao mit oder ohne Schuss im Café.
Groß und Klein sind willkommen, die Arbeiten der Holzwerkstatt zu bestaunen und auch selbst mitzubasteln. Bei Kunsthandwerk und Spezialitäten aus der Region finden sich viele tolle Geschenke.
.Die Kultur kommt auch nicht zu kurz mit Musik, Kino und Info-Ständen. Um 14:30 Uhr geht die Tür auf fürs Kinderkino und ab 16:15 Uhr werden uns „The Greater Good“ tanzbar und beswingt den Nachmittag verschönern.

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Filmporträt
Gundermann
D 2018, 127 Min,

R: Andreas Dresen

mit: Alexander Scheer, Anna Unterberger, Eva Weißenborn, Axel Prahl, Thorsten Merten, Benjamin Kramme, Bjarne Mädel, Kathrin Angerer, Milan Peschel


Fr 14.12.18, 20:30 Uhr
Sa 15.12.18, 21:00 Uhr
So 16.12.18, 20:00 Uhr
Mo 17.12.18, 20:00 Uhr

 

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GUNDERMANN erzählt von einem Baggerfahrer, der Lieder schreibt. Der ein Poet ist, ein Clown und ein Idealist. Der träumt und hofft und liebt und kämpft. Ein Spitzel, der bespitzelt wird. Ein Weltverbesserer, der es nicht besser weiß. Ein Zerrissener. GUNDERMANN ist Liebes- und Musikfilm, Drama über Schuld und Verstrickung, eine Geschichte vom Verdrängen und Sich-Stellen. GUNDERMANN ist ein Film über Heimat. Er blickt noch einmal neu auf ein verschwundenes Land. Es ist nicht zu spät dafür. Es ist an der Zeit.

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Mit feinem Gespür, Zärtlichkeit und Humor wirft Regisseur Andreas Dresen in GUNDERMANN einen Blick auf das Leben von Gerhard „Gundi“ Gundermann, einem der prägendsten Künstler der Nachwendezeit. Er starb 1998, mit gerade einmal 43 Jahren..

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Herstory 68: Die Frauen der Revolte
Feministische Aktionen gegen Bevölkerungspolitik – Ein Rückblick in die 80er Jahre
2000-2003, 46 Min,
Dokumentarfilm von der Filmgruppe Frauengeschichte(n) im Film

Preview
Frauen bildet Banden – Eine Spurensuche zur Geschichte der Roten Zora
2018, 80 Min, Dokumentarfilm vom Frauenlesben Filmkollektiv Las Otras

Im Anschluss Gespräch mit den Filmemacherinnen



Sa 15.12.18, 15:00 Uhr

 

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Politischer Salon der Störenfrida Berlin – Eine Veranstaltungsreihe

Störenfrida Berlin – Ort für Frauenpolitik und Frauengeschichte – will das 68er Jubiläum nicht verstreichen lassen, ohne sich mit den zentralen Protagonistinnen, Kämpferinnen und Denkerinnen auseinander zu setzen. Uns interessiert wie Frauen 68 gelebt und wie sie diesen Aufbruch erlebt und vor allem mitgestaltet haben. Was war ausschlaggebend für ihre Politisierung, welche Position hatten sie zu den theoretischen Debatten, zur Militanz, zur sexuellen Revolution? Zu welchem Zeitpunkt konnte Mutterschaft politisiert werden, wie und mit wem haben sich Frauen organisiert? Wie haben sie Beziehung und Zusammenarbeit mit anderen Frauen erlebt und gestaltet? Welche Ereignisse und Veranstaltungen waren für die Frauen bedeutsam? Alle Veranstaltungen unserer Reihe finden als feministischer Salon an einem Nachmittag am Wochenende statt, sodass wir Zeit und Raum haben zum Diskutieren, aber auch zum Kennenlernen und für einen informelleren Teil als Abschluss.
Von Frauen für Frauen und Trans*Menschen*

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In den 80er Jahren beschäftigten sich Frauengruppen in vielen Ländern mit dem Thema Bevölkerungspolitik. In der Dokumentation erzählen Aktivistinnen aus Deutschland von Debatten und Aktionen zum Thema Geburtenkontrolle. Sie berichten von der Entstehung humangenetischer Beratungsstellen, über Gen- und Reproduktionstechnologie und letztlich über Selbstbestimmung von Frauen über ihre Körper und feministische Kritik an Bevölkerungspolitik und Gentechnologie.

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Die „Rote Zora“ war in den 70er und 80er Jahren eine militante Frauengruppe in der BRD. Ihre Aktivitäten richteten sich gegen die alltägliche Gewalt gegen Frauen, gegen Gen- und Reproduktionstechnologie als Teil der Bevölkerungspolitik und internationalen Ausbeutungsbedingungen als Ausdruck patriarchaler Herrschaft.
In der linken Geschichtsschreibung in Deutschland weitestgehend ausgeblendet, greifen heute junge Frauen auf ihre Texte und Geschichte zurück.
Es ist auch den wissenschaftlichen Forschungen der in Großbritannien arbeitenden Katharina Karcher zu verdanken, dass wir heute wieder mehr über diese Gruppe erfahren können. Der Film trägt dazu bei, eine Lücke in der bundesdeutscher Geschichtsschreibung zu linkem Widerstand zu füllen. Erzählungen von Zeitzeuginnen, Interviews mit Katharina Karcher und ehemaligen Zoras lassen die Geschichte der „Roten Zora“ und der damaligen Frauenbewegung wieder lebendig werden.

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Ein griechischer Abend
Rembetiko OmU
GR 1983, 120 Min, 35mm,

R: Costas Ferris

mit Sotiria Leonardou, Nikos Kalogeropoulos Nikos Dimitratos, Giorgos Zorbas, Michalis Maniatis, Themis Bazaka

Am Freitag mit live Rebetiko-Musik mit der Band "Suchi Lachi"




Fr 26.10.18, 19:30 Uhr
So 28.10.18, 20:30 Uhr

 

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Der auf der Berlinale 1984 mit dem Silbernen Bären ausgezeichnete Film REMBETIKO basiert auf der Lebensgeschichte der Rembetiko-Sängerin Marika Ninou, vor dem Hintergrund der historischen Ereignisse in ihrer Lebenszeit. Verschiedene Stationen der griechischen Geschichte wie Vertreibung, Diktatur, Besatzung und Bürgerkrieg werden durchwandert. Zugleich wird von den Wurzeln des Rembetiko erzählt, einem Volksmusikstil, der anfangs nur von den Rembetes gespielt wurde, den 1922 aus Kleinasien Geflüchteten, die in den Slums von Piräus hausten. Dieser etablierte sich zunächst nur im subkulturellen Umfeld der Kaffeehäuser und entwickelte sich später zu einer der populärsten Musikformen Griechenlands. Es ist eine Musik voller Klage und poetischen Aufbegehrens.
Marika Ninou wurde 1919 in Smyrna (heute Izmir) geboren und 1956 in Athen ermordet.

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Nach dem Film gibt’s live Rebetiko-Musik mit der Band "Suchi Lachi".
Suchi Lachi ist eine in Berlin gegründete Band, die Rembetiko spielt. Das Rembetiko entstand zu Beginn des letzten Jahrhunderts innerhalb der städtischen Arbeiterklasse Griechenlands und galt als die Musik der Unterwelt. In den Rembetiko-Liedern entfalten sich Bräuche, Traditionen, alltägliche Geschichten von damals. Es handelt sich um die Liebe, das Leiden, den Drogen- und Alkoholkonsum, das Leben, den Tod…
Der Name der Band ist ein Wortspiel aus dem Titel des bekanntes Rembetiko Liedes „Sou ’hei lahei“ von Giorgos Batis und bedeuet „Ist es dir passiert?“

In Zusammenarbeit mit dem Bündnis Griechenlandsolidarität Berlin.

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