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DE MANO DADA

Tornasolada Sororidad Dada
Deborah S.Phillips & Melina Pafundi, 2019, 16 mm, 4 min

Filme de Pedra
Distruktur
Work-inprogress seit 2012
16 mm, 12-15 min

Ari y Yonay pasan el rato -
Ari und Yonay hängen rum
R: Ariadna Onofri, Yonay Boix, 2019 Produktion: Birdie Num Num, 64 Min.

In Anwesenheit der FilmemacherInnen

Mo 2.3.20, 19:30 Uhr

 


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veradrake

Es gibt verschiedene Arten von Zusammenarbeit. Dabei wird sehr oft etwas von Hand zu Hand weitergereicht. An 2. März 2020 feiern wir Begegnungen und Austausch zwischen Menschen, Steinen und Gummiarabikum.Anlass für diesen Abend ist die Berliner Uraufführung des Films Ari y Yonay pasan el ratoin in Anwesenheit von Birdie Num Num.
.„Tornasolada Sororidad Dada“ Unserer Anfangspunkt war die schimmernde Oberfläche eines Seemuschels und der Kontrast dieses Materials zu der Hand indem sie zu sehen war.
"Filme de Pedra" Wer hat Ohren die so gestimmt sind, um Steine zu hören?
" Ari y Yonay pasan el rato", Was kann man machen, wenn man keinen Film realisieren kann? Man macht halt einen anderen Film! Rumhängen mit der Kamera; dabei werden Ideen, die durch den Kopf flirren, aufgenommen als eine Notlösung für zwei Filmschaffende, die darauf warten, ihre eigene Projekte gefördert zu bekommen, um sie auszuführen. Bei dem Dreh wurde garnichts im voraus geplant; es galt die Freude an Improvisation. Und dabei
herrschte nur einen Regel: die Chronologie bleibt nach dem Schnitt erhalten.

veradrake
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Kinderkino

Romys Salon
Nl/D 2018, 90 Min, ab 7 Jahre.

R: Mischa Kamp


Fr 6.3.20, 17:00 Uhr
Sa 7.3.20, 15:00 Uhr
So 8.3.20, 15:00 Uhr



 


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veradrake

Seit ihre Mutter so viel arbeitet, geht Romy nach der Schule zu ihrer Oma. Sie hilft ihr dann meist im Frisiersalon. Doch in letzter Zeit ist Oma anders, sie vergisst vieles, spricht plötzlich Dänisch und erzählt immer wieder von ihrer Kindheit in Dänemark und vom Meer. Romy unterstützt ihre Oma, wo sie kann, damit keiner etwas merkt. Bis zu dem Tag, an dem ihre Oma im Nachthemd im Salon steht ... Oma Stine kommt in ein Pflegeheim. Ob es ihr dort wirklich gut geht? Bestimmt würde sie sich riesig freuen, wenn Romy noch einmal mit ihr an den Strand ihrer Kindheit fahren würde …


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Nie wieder Faschismus

Spuren – Die Opfer des NSU
D 2019, 81 Min,

ein Film von Aysun Bademsoy

Fr 6.3.20, 20:30 Uhr
Sa 7.3.20, 20:30 Uhr


 


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veradrake

„Zwischen September 2000 und April 2007 wurden acht Männer mit türkischen Wurzeln, ein griechischstämmiger Mann sowie eine deutsche Polizistin ermordet. Die Ermittlungen wurden zunächst ausschließlich im Umfeld der nicht-deutschen Opfer mit Verdacht auf Drogenhandel und organisierte Kriminalität geführt. Die Familien der Ermordeten wurden so ein weiteres Mal zu Opfern, diesmal von vorurteilsvoller Stigmatisierung. Nach einem gescheiterten Bankraub führte die Spur schließlich zu der rechtsextremen Terrorgruppe „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU). Nach dem Suizid der beiden Haupttäter begann 2013 der Prozess gegen die einzige Überlebende des NSU-Trios, Beate Zschäpe, sowie vier mutmaßliche Helfer und Unterstützer und endete 2018. Die zu milden Strafen für die Mitangeklagten und die zahlreichen ungeklärten Fragen ließen die Angehörigen der Opfer enttäuscht und desillusioniert zurück. Ihr Glaube an den Rechtsstaat ist grundlegend erschüttert.
Spuren – das sind nicht nur die Hinweise, die Verbrecher am Tatort hinterlassen, sondern auch die Verletzungen und Narben, die ihre Taten bei den Angehörigen der Opfer, in den migrantischen Gemeinschaften und in der gesamten deutschen Gesellschaft verursachen. In ihrem Dokumentarfilm begibt sich die türkischstämmige Regisseurin Aysun Bademsoy auf die Suche nach diesen Spuren und stellt sich dabei die Frage, welcher Prozess diese Verletzungen überhaupt heilen könnte. „Spuren“ ist ein vielschichtiger Dokumentarfilm, der das Scheitern von Ermittlern und Justiz beleuchtet – und den Angehörigen der Opfer endlich eine Stimme gibt." Salzgeber Filmverleih


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Zum Frauentag

Mein 20. Jahrhundert O.m.engl.U
BRD / Ungarn 1988, 103 Min,

R: Ildiko Enyedi

D: Dorotha Segda, Oleg Jankowski, Paulus Manker

So 8.3.20, 18:30 Uhr



 


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veradrake

1880 erfindet Edison die Glühbirne, das Licht auf Knopfdruck. Zur selben Zeit werden in Budapest Zwillinge, zwei Mädchen, geboren. Sie werden getrennt und der Film verfolgt ihre sehr unterschiedlichen, und doch jeweils für die politische Atmosphäre und die 'Décadence' des ausgehenden Jahrhunderts symptomatischen Lebenswege. Lili wird bombenlegende Anarchistin, Dora nimmt als femme fatale die Männer aus. Um 1900 erfindet Edison den Telegrafen, die Kommunikation ohne Körper. Lili und Dora, zwei Seiten eines Jahrhunderts, zwei Seiten einer Person, treffen zum ersten Mal aufeinander.
Ein gleichnishafter, poetischer Film in vergilbtem Schwarzweiß, ein Essay und ein Märchen, mit einigen Zugfahrten und vielen Sternschnuppen.


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Zum Frauentag

Porträt einer jungen Frau in Flammen OmU
F 2019, 120 Min,

R+B: Céline Sciamma

mit Valeria Golino, Adèle Haenel, Noémie Merlant, Luàna Bajrami, Cécile Morel

 

 



So 8.3.20, 20:30 Uhr



 


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veradrake

Im vorrevolutionären Frankreich. in einem kleinen Ort an der bretonischen Küste erzählt der Film in wunderschönen Bildern von einer unglaublich feinen Liebesgeschichte zwischen zwei Frauen.
Die Pariser Malerin Marianne soll ein Hochzeitsporträt der adeligen Héloïse anfertigen. Das allerdings muss heimlich geschehen, denn diese verweigert sich dem Vorhaben aus Protest gegen eine von ihrer Mutter arrangierte Ehe. Also gibt sich Marianne als Gesellschafterin aus, beobachtet ihr Sujet bei langen Spaziergängen und malt sie später aus dem Gedächtnis. Langsam entwickeln sie eine Nähe zueinander, es geht um Leidenschaft, um verbal angeregte und intellektuelle Lust, um Poesie und zugleich um Liebe zwischen Frauen. Dass die gesellschaftlich gesetzten Grenzen ebenfalls Teil des Lebens sind, wird nicht verneint, Sciamma wagt sogar den herausfordernden Gedanken, dass die Liebe in ihrer schönsten Erinnerung womöglich am allerbesten aufgehoben ist…

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"Was ist anders an einem Film, den eine Frau gedreht hat? Nicht bei jedem Film einer Regisseurin stellt sich diese Frage, aber im Fall von „Porträt einer jungen Frau in Flammen“ von Céline Sciamma ist sie unausweichlich. Weil in jedem Bild, in jedem Augenblick der Stille, jedem gesprochenen Satz, jedem Blick eine Aufmerksamkeit liegt, die weiblich ist insofern, als sie in Filmen von Männern nicht zu finden ist. Ein Abtasten von Körpern mit der Kamera, das keine Spur von Voyeurismus zeigt. Eine Hingabe von Liebenden jenseits von Macht. Eine Erzählhaltung, die auf den Pfeilern der genauen Wahrnehmung davon steht, in welcher natürlichen Position Frauen sich zur Welt befinden – in der Position der Kämpfenden nämlich, notgedrungen und täglich. Sie kämpfen darum, trotz schwerer Kleider über unförmigen Unterröcken loszurennen. Darum, zu entscheiden, wie die eigene Zukunft aussieht. Um Anerkennung in ihrem Handwerk, ihrer Kunst. Ums Subjektsein also. Möglicherweise gewinnen sie den Kampf, auch wenn es nicht so aussieht, weil sie sich den Konventionen ihrer Zeit am Ende beugen müssen.
Der Film erhielt in Cannes die Palme für das beste Drehbuch und die „Queer Palm“ als bester Queerer Film 2019." Verena Lueken, Faz

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Blick nach Afrika

The Teacher's Country OmU
D 2013, 70 Min,

B+R: Benjamin Leers
K: Maurice Hüsni, Benjamin Leers,

mit: Madaraka Nyerere, Thomas Bilingi, Bertha Bernhard Goha, Laurent Nestory
n

Mit Gästen und anschl. Diskussion

 


Mo 9.3.20, 19:30 Uhr

 


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“I have some hope for this country.” Sagt Madaraka Nyerere, der jüngste Sohn des ersten Präsidenten Tansanias 50 Jahre nach der Unabhängigkeit des Landes. Als er sich Anfang Dezember 2011 auf den Weg macht, zum fünften Mal den Kilimanjaro zu besteigen und am Unabhängigkeitstag auf dem Gipfel zu stehen, hängen dunkle Wolken über der höchsten Erhebung Afrikas. In diesem Moment beginnt nicht nur seine persönliche Reise, sondern auch ein Film, der durch beobachtende Porträts versucht, ein Land durch seine Menschen zu erkunden und zu verstehen.
THE TEACHER’S COUNTRY ist ein beobachtender Einblick in die alltägliche Lebenswelt der Protagonisten, die ihre Einschätzungen zum Status quo Tansanias 50 Jahre nach der Unabhängigkeit von Großbritannien mit dem Zuschauer teilen.
Der Film erzählt von ihren Hoffnungen und Enttäuschungen, von ihren Erfahrungen, Erfolgen, Wünschen und Sorgen. Madaraka Nyerere reflektiert während seiner Expedition durch mehrere Klimazonen auf den Kilimanjaro die Herausforderungen, vor denen sein Vater vor 50 Jahren stand und vor denen Tansania jetzt steht.

In Zusammenarbeit mit Attac Berlin


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19. Griechischen Salon

Solidaritätsreise 2019 nach Griechenland
Eindrücke, Berichte, Diskussion


Do 12.3.20, 19:30 Uhr




 


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Die Krise in Griechenland, das Spardiktat der Troika und die Proteste der griechischen Bevölkerung sind aus den Schlagzeilen verschwunden. Doch die Orte des Widerstands sind lebendig: Selbstorganisierte Zentren in den Stadtteilen, Kämpfe an den Arbeitsplätzen, antifaschistisches Bewusstsein in Vergangenheit und Gegenwart sind ermutigende Erfahrungen, die die Gewerkschaftliche Reisegruppe gegen Spardiktat und Nationalismus von ihrer nunmehr achten Solidaritätsreise mitgebracht hat.
Unter der Oberfläche eines geplünderten Landes und einer enttäuschten politischen Bewegung haben sich Strukturen entwickelt, die als Keimzellen einer anderen Gesellschaft gesehen werden können. Der Aufbruch ist mit den Platzbesetzungen auf dem Tahir in Kairo, der Plaza del Sol in Madrid, dem Syntagma Platz in Athen sichtbar geworden und lebt in unterschiedlichen Formen weiter.
Die Reisegruppe lädt herzlich ein: "Das Gefühl der Solidarität und das Ziel eines selbstbestimmten Lebens jenseits kapitalistischer Zwänge verbindet uns mit unseren griechischen Gesprächspartner*innen. Unsere Erfahrungen und Eindrücke wollen wir mit euch teilen!"

Veranstalter: Bündnis Griechenlandsolidarität Berlin, Regenbogenfabrik, Gewerkschaftliche Reisegruppe gegen Spardiktat und Nationalismus, attac Berlin, Unterstützt von der Rosa-Luxemburg-Stiftung


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Kinderkino

Schickt mehr Süßes - Null Bock auf Landluft
NDK/S 2001, 76 Min, ab 7 Jahre

R: Caecilia Holbek Trier


Fr 13.3.20, 17:00 Uhr
Sa 14.3.20, 15:00 Uhr
So 15.3.20, 15:00 Uhr



 


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Angelica und Lone verbringen die Ferien bei ihren Verwandten auf dem Land. Am Anfang fühlen sich die Schwestern, die den coolen Lebensstil der Großstadt Kopenhagen gewöhnt sind, schrecklich fehl am Platz. Alles ist so schmutzig und wie es dort komisch riecht. Auch die Hausmannskost schmeckt ihnen gar nicht. Doch nach einiger Zeit gefällt es ihnen immer besser. Die Großtante und den Großonkel könnte man glatt als Großeltern adoptieren. Und als sie entdecken, dass Nachbarn ihre Verwandten ins Altersheim bringen lassen wollen, um sich deren Grundstück unter den Nagel zu reißen, beginnt eine spannende Zeit.
Tip von Marten: Achtet auf den Hund!


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Migration gestern und heute

Alle in einem Boot
D 2019, 83 Min,

R: Christoph Düro, Tobias Stille

Am 13.3. in Anwesenheit von Tobias Stille mit anschl. Filmgespräch


Fr 13.3.20, 20:30 Uhr
Sa 14.3.20, 20:30 Uhr
So 15.3.20, 20:30 Uhr
Mo 16.3.20, 20:30 Uhr

 


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veradrake

1939 wollen jüdische Menschen auf der Flucht mit der St. Louis, einem Kreuzfahrtschiff der
Hapag, nach Kuba gelangen – doch Kuba lässt die Geflüchteten trotz ihrer Visa nicht an Land. Eine Odyssee beginnt. Pauls Großvater Paul war mit seiner jüdischen Frau Elsa und seinem Sohn Georg auf der St. Louis.
Paul möchte über diesen Mann und seine Flucht einen Film machen. Als er nicht genug Geld auftreibt, entscheidet er sich ein Theaterstück zu inszenieren. Er vereint um sich eine bunte Truppe von Schauspielern und beginnt mit den Proben. Einer der Schauspieler, Moah, holt aus der nahe gelegenen Flüchtlingsunterkunft Migranten, um dem Stück mehr Aktualität zu verpassen – sie sollen als jüdische Flüchtlingskomparsen mitmachen.
Plötzlich ist der Theaterraum selber ein Ort der Begegnung - wo alle Fragen verhandelt werden, die auch in der Fluchtgeschichte der St. Louis eine Rolle spielen:
Wie groß ist menschliches Mitgefühl? Wie tolerant sind wir mit Fremden? Können wir humanitär handeln und teilen? Wie entsteht Rassismus?
Ein culture clash beginnt, ein Fremdeln wird zum Miteinander und die historischen und heutigen Schicksale beginnen sich zu vermischen. Denn auf der Flucht zu sein, damals wie heute, heißt existentiell bedroht zu sein. In der Theaterwelt rumort es durch die neuen Mitstreiter. Die Geflüchteten wollen ihre Geschichte auch auf der Bühne verhandelt sehen. Statt Flucht in einem Ozeandampfer über den Atlantik ein Überlebenskampf in einem Schlauchboot auf dem Mittelmeer.
Schaffen Paul und sein Ensemble den Crossover – die Reise über den symbolischen Ozean? Und nicht zuletzt, schafft das Werk den Crossover zwischen Film und Theater?

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Gesellschaftskritik im Film
Neues aus Asien


Bis dann mein Sohn OmU
China 2019, 185 Min,

R: Wang Xiaoshuai
B: A Mei, Wang Xiaoshuai
K: Kim Hyun-seok

D: Wang Jingchun, Yong Mei, Qi Xi, Wang Yuan, Du Jiang u.a.

 

 


Fr 20.3.20, 20:30 Uhr
Sa 21.3.20, 20:30 Uhr
So 22.3.20, 19:30 Uhr
Mo 23.3.20, 19:30 Uhr



 


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Eine Stadt im Norden Chinas, im ausgehenden 20. Jahrhundert. Liyun und Yaojun sind ein
glückliches Paar. Sie leben mit ihrem Sohn Xingxing im Wohnheim der Metallfabrik, in der sie arbeiten, Wand an Wand mit ihren Freunden Haiyan und Yingming, deren Sohn Haohao am gleichen Tag geboren ist wie Xing. Als Xing eines Tages bei einem Unfall ums Leben kommt, trennen sich ihre Wege. Yaojun und Liyun ziehen in die Provinz Fujian im Süden des Landes. Doch die Famiien bleiben durch die Tragödie und die Suche nach Wahrheit und Versöhnung untrennbar miteinander verbunden. Ein Familenepos, vor dem Hintergrund der politischen und sozialen Umwälzungen in China, über Freundschaft und Veränderung, Verlust, Trauer und neue Hoffnung – und nicht zuletzt die Geschichte einer lebenslangen Liebe, die das Versprechen von den guten und den schlechten Tagen auf trotz allem beglückende Weise einlöst.

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Das grüne Gold - DEAD DONKEYS FEAR NO HYENAS OmU
S/D/FL 2016, 84 Min,

R: Joakim Demmer
K: Ute Freund

 

 


Mi 25.3.20, 19:30 Uhr





 


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Ackerland – das neue grüne Gold. Weltweit wächst die kommerzielle Nachfrage nach Anbauflächen für den globalen Markt, eine der lukrativsten neuen Spielflächen ist Äthiopien. In der Hoffnung auf große Exporteinnahmen verpachtet die äthiopische Regierung Millionen Hektar Land an ausländische Investoren. Der Traum von Wohlstand hat jedoch seine dunklen Seiten: es folgen Zwangsumsiedlungen riesigen Ausmaßes, über 1 Million Kleinbauern verlieren ihre Lebensgrundlage, die Böden werden überfordert – die Antwort ist eine Spirale der Gewalt im Angesicht einer paradoxen Umweltzerstörung.

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Gesellschaftskritik im Film
Neues aus Asien

Parasite OmU
Korea 2019, 131 Min,

R: Bong Joon Ho
B: Bong Joon Ho, Han Jin Won
K: Hong Kyung-pyo

D: Song Kang Ho, Lee Sun Kyun, Cho Yeo Jeong, Choi Woo Shik, Park So Dam, Lee Jung Eun, Chang Hya Jinp

 

Fr 27.3.20, 20:30 Uhr
So 29.3.20, 19:30 Uhr
Mo 30.3.20, 19:30 Uhr

 


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veradrake

Parabel über zwei Familien in Korea, die eine arm, am unteren Ende der Leiter, die andere oben. neureich, ein Spiegelbild der Gesellschaft und nicht nur in Korea.
Da mit legalen Jobs das Geld kaum zum Überleben reicht, sie zudem meist prekär und wenn es ganz blöd läuft, auch noch unbezahlt sind, fälscht der Sohn der Familie Kim Dokumente und wird als Privatlehrer bei Familie Park eingestellt und bekommt damit die Chance auf ein Stück vom Kuchen für sich und seine Familie. Schnell weiß er, wie die Parks ticken und beeinflusst diese subversiv, so das die Angestellten nach und nach durch seine Familienmitglieder ersetzt werden. Parasitär brechen die Kims in das Leben der Parks ein und machen sich unentbehrlich. Sie haben nichts zu verlieren, wohin gegen die Parks ihren Besitzstand halten und vermehren wollen. Joon-ho spielt mit der sich daraus ergebenden Mehrdeutigkeit und Diskrepanz. Sind die Parks nicht auch Schmarotzer am Schoße der Gesellschaft? Und wird das Verhalten der Gesellschaft nicht von Gier und Maßlosigkeit bestimmt und lässt die Schere klaffen? Wir folgen in immer absurdere Höhen, bis schließlich ein sintflutartiger Regen die Verhältnisse zum Einstürzen bringt.


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Arbeitsmarkt im Wandel

DER MARKTGERECHTE MENSCH
D 2020, 99 Min,

Ein Film von Leslie Franke & Herdolor Lorenz

 

Do 30.1.20, 20:00 Uhr
Fr 31.1.20, 20:30 Uhr
Sa 1.2.20, 20:30 Uhr
So 2.2.20, 20:00 Uhr
Mo 3.2.20, 20:00 Uhr


 


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veradrake

Spätestens seit der großen Finanzkrise ist unser Arbeitsmarkt im Umbruch. Die soziale Marktwirtschaft und die über Jahrzehnte erstrittenen Solidarsystemen werden mehr und mehr ausgehebelt. Der sich immer weiter beschleunigende Wettbewerb bringt das gesamte gesellschaftliche Gefüge in Gefahr. Unser soziales Bindegewebe droht durch Verarmung, Vereinzelung und Entsolidarisierung zu zerbrechen
Nachdem Leslie Franke und Herdolor Lorenz sich in "Der marktgerechte Patient" (2018) kritisch mit dem akuten Zustand unseres Gesundheitssystems auseinandergesetzt haben, erzählt DER MARKTGERECHTE MENSCH anhand einer repräsentativen Auswahl von Fallbeispielen nun von den verheerenden Veränderungen unseres Arbeitsmarkts. Unsichere und prekäre Beschäftigungsverhältnisse, Algorithmus-gesteuerte Arbeitsprozessen und Crowdworking haben unser Leben in den letzten Jahren rasant verändert - und nicht selten zu zerstörten Lebensläufen und psychischen Erkrankungen geführt. Der Film zeigt aber auch Solidarität zwischen jungen Menschen, die für einen Systemwandel eintreten, und stellt Betriebe vor, die nach dem Prinzip des Gemeinwohls wirtschaften.
DER MARKTGERECHTE MENSCH will Mut machen und dazu motivieren, sich
zusammenzuschließen und einzumischen. Denn ein anderes, gerechteres Leben ist möglich!

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