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Für einen Frauenstreik 2019

Wenn wir streiken steht die Welt still
Videos vom Frauenstreik 2018 in Spanien

In Anwesenheit einer Aktivistin

 

 

Do 21.2.19, 19:00 Uhr



 


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Am 8.März 2018 haben mehr als 5 Millionen Arbeiter_innen am Frauenstreik in Spanien teilgenommen. Wir zeigen Videos vom Streik und haben eine der Aktivistinnen eingeladen.
In Zusammenarbeit mit Labournet.tv.

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Blick auf die Berlinale 2018

An Elephant Sitting Still OmU
China 2018. 230 Min,

R+B+M: Hu Bo, K: Fan Chao

D: Zhang Yu, Peng Yuchang, Wang Yuwen, Liu Congxi

 



Sa 23.2.19, 20:00 Uhr
Mo 25.2.19,
19:30 Uhr

 


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Im nordchinesischen Manzhouli soll es einen Elefanten geben, der einfach nur dasitzt und die Welt ignoriert. Manzhouli wird zur fixen Idee für die Helden dieses Films, zum erhofften Ausweg aus der Abwärtsspirale, in der sie sich befinden. Wie Bu, der in Notwehr den Schulschläger Shuai die Treppe hinunterschupst. Shuais Familie will Rache, doch sein Gangster-Bruder hat andere Probleme, als Bu zu jagen; er fühlt sich für den Suizid eines Freundes verantwortlich. Und dann sind da noch Bus Mitschülerin Ling, die eine Affäre mit ihrem Lehrer hat, um ihrem lieblosen Zuhause zu entkommen, und Herr Wang, dessen Sohn ihn ins Altersheim abschieben will. Alle ihre Schicksale sind untrennbar miteinander verknüpft.

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Winterschlaf - Kis Uykusu OmU
Türkei/D/F 2014, 196 Min,

R: Nuri Bilge Ceylan

D: Haluk Bilginer, Melisa Sözen, Demet Akbag, Ayberk Pekcan, Serhat Kiliç

Fr 22.2.19, 20:30 Uhr
So 24.2.19, 20:00 Uhr


 


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Mitten in der abgeschiedenen Steppe Zentralanatoliens, in den Bergen Kappadokiens regiert der ehemalige Schauspieler und Lokalkolumnist Aydin über seinen kleinen Hofstaat aus einem Hotelkomplex und ein paar Nachbarhäusern. Der alternde Landbesitzer gefällt sich in seiner Rolle als Intellektueller und Kulturfreund, doch im Verlauf eines kalten Winters und in zahlreichen Gesprächen mit seiner Schwester Necla und seiner deutlich jüngeren Ehefrau Nihal wandelt er sich zum strengen Despoten.
Zu Recht gewann der Film die Goldene Palme, Nuri Bilge Ceylans intelligentes Dialogstück erkundet Beziehungs- und Gesellschafts-Systeme, ohne dabei jemals seine Vieldeutigkeit zu verlieren..

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Blick auf die Filmgeschichte der 70er

Out of the Blue
Kanada 1979/80; 94 Min, 35mm,

R: Dennis Hopper

D: Linda Manz, Dennis Hopper, Sharon Farrell, Don Gordon, Raymond Burr, Eric Allen, Fiona Brody, David Crowley, Joan Hoffman, Carl Nelson

 

 

Fr 1.3.19, 20:00 Uhr
Sa 2.3.19, 20:00 Uhr


 


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Wenn Cindy in der Nacht aus ihren Albträumen aufschreckt, klettert sie jeweils in das Wrack eines im Garten vor sich hin rostenden Lastwagens, um über CB-Funk ihre ungehobelten Verbalattacken in den Äther zu schicken. Von allen nur «CeBe» genannt, kommt die freche Göre schon bald mit dem Gesetz in Konflikt, denn für sie gibt es wenig Grund zur Hoffnung. Alle haben sie verlassen: ihr Vater Don, Johnny Rotten, Sid Vicious und vor allem Elvis. Doch während die Musiker tot sind, sitzt Don «nur» im Knast, weil er einst mit seinem Truck völlig zugedröhnt in einen Schulbus gerast ist und damit für den Tod mehrerer Kinder verantwortlich ist. CeBes heroinsüchtige Mutter Kathy arbeitet als Kellnerin in einem Diner, mit dessen Besitzer sie eine lauwarme Affäre hat. Kathys Überzeugung nach lassen sich die Männer in nur zwei Gruppen einteilen: sexy Typen und Ernährer. Ihr Mann Don zählt ganz eindeutig zur ersten Kategorie, denn als er fünf Jahre nach dem Todes-Crash aus dem Gefängnis entlassen wird, kann Kathy seine Heimkehr kaum erwarten. Doch damit beginnt erst der reale Albtraum der wiedervereinten Kleinfamilie. Schliesslich kommt es in einer Nacht, als Don und Kathy übel abstürzen, zu einer grauenvollen Tragödie ….
Dennis Hopper drehte dieses ebenso unbequeme wie grandiose Porträt eines Teenagers der Punk-Generation, das – leitmotivartig vorangetrieben von Paul Simons’ Song «Out of the Blue» – unausweichlich auf die Katastrophe zusteuert. Ein wüster, ungeschönter Ritt durch menschliche Abgründe, der das gnadenlose Scheitern des «American dream» anhand des Zerfalls einer Familie schildert.

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Blick auf die Filmgeschichte der 70er

The last movie OmU
USA 1971, 108 Min,

R: Dennis Hopper

D: Dennis Hopper, Toni Basil, Kris Kristofferson, Peter Fonda, Samuel Fuller, Henry Jaglom, Michelle Phillips

Fr 1.3.19, 22:00 Uhr
Sa 2.3.19, 22:00 Uhr
So 3.3.19, 20:30 Uhr
Mo 4.3.19, 20:30 Uhr

 

 

 


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Ein Abgesang auf New Hollywood - Legenden umrankt und der am wenigsten gesehene. Dennis Hopper spielt darin einen Stuntman, der nach einem tragischen Unfall zu einem Western aus Peru aus dem Geschäft aussteigt. Doch die einheimischen Statisten drehen einfach weiter, ohne dabei zwischen Realität und Fiktion zu unterscheiden.
"Dennis Hopper: The last movie ist ein Film, den ich in Peru gedreht habe. Ich habe damit das Filmfestival in Venedig gewonnen, aber Universal Pictures wollte ihn nicht ins Kino bringen. Godard hat einmal gesagt, Filme sollten einen Anfang, einen Mittelteil und ein Ende haben - aber nicht unbedingt in dieser Reihenfolge. Ich habe den Film gemacht, nachdem ich das gelesen hatte. Ich wollte das Filmmaterial einsetzen wie ein abstrakter Expressionist seine Farbe
".

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Zum Frauentag:

Silaczki / Starke Frauen OmU
PL 2018, 75 Min,

R: Marta Dzido & Piotr Sliwowski

In Anwesenheit der FilmemacherInnen, Moderation Professorin Magdalena Waligórska, Uni Bremen


Do 7.3.19, 19:00 Uhr

 


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Silaczki ist der erste polnische Film über Suffragetten, Frauen, die um die Wende des 19. und 20. Jahrhunderts in Polen für die Rechte der Frauen gekämpft haben.
Erzählt wird die Geschichte unserer Urgroßmütter, dank derer wir heute das Stimmrecht haben. "Wir sind Menschen und fordern Menschenrechte!" - forderte Kazimiera Bujwidowa, Verfechterin des Rechts der Frauen, an Universitäten zu studieren. "Lasst uns es wagen, frei zu sein!" - ermutigte Maria Dulebianka, die erste Parlaments-Kandidatin, Frauen.
"Wir wollen ein ganzes Leben!" - rief die junge polnische Schriftstellerin Zofia Nalkowska und forderte Gleichheit nicht nur in politischer, sondern auch in moralischer Hinsicht.
"Ohne Geschlechtsunterschiede! - postulierte Paulina Kuczalska, die man nicht grundlos eine Päpstin des Feminismus nannte. Sie kämpften für Rechte in einem Land, das zu der Zeit nicht auf der Karte stand. Ihnen wurde gesagt: Jetzt ist nicht die Zeit, für die Rechte der Frauen zu kämpfen! Aber sie wollten kein unabhängiges Polen ohne freie polnische Frauen.
Kämpferinnen, Patriotinnen, Aktivistinnen, Soldatinnen, Suffragetten - es geht um sie und sie sind es, die im Film sprechen. Über ihren langjährigen Kampf um die Frauensache. Sie kämpften, weil, wie sie es während eines Marsches 1911 in Krakau schrien:
"Die Rechte bekommen wir nicht! Eigene Rechte werden im Kampf erworben!"

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Zum Frauentag:

TUE RECHT UND SCHEUE NIEMAND
BRD 1975, Dokumentarfilm, 65 Min,

B + R: Jutta Brückner

 

Fr 8.3.19, 20:00 Uhr
So 10.3.19, 20:30 Uhr

 

 

 


 


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In der diesjährigen Retro konnte ich wieder Lücken schließen und freue mich sehr über Jutta Brückners Film “Tue recht und scheue niemand”, der eine filmische Annäherung auf Distanz zu ihrer Mutter ist und mich mit meiner Mam einmal mehr versöhnt.
Schon der Filmtitel erzählt von der Moral, die in Deutschland und im Nachkriegsdeutschland in der BRD herrschte. Doch was ist recht? Wie in einem Stop-Motion-Film wird mit Fotos, Zeitungsausschnitten exemplarisch die Lebensgeschichte einer Frau aus kleinbürgerlichen Verhältnissen von 1922 bis 1975 erzählt. Anfangs sucht man/frau noch die Mutter, die aus ihrem Leben erzählt, in den Bildern, doch nur wenige Bilder stammen aus dem Familienalbum. Wir sehen Bilder von August Sanders “Menschen des 20. Jahrhunderts” , Fotografien von Abisag Tüllmann, Fotos aus Archiven - sehen die gesellschaftliche Prägung der Zeit. Paßend zu der Erzählung und den Fotos hört man z.B. alte Schlager wie “Schau nicht hin Schau nicht her Schau nur geradeaus von 1944. Erst am Ende des Films beginnen die Bilder stockend zu laufen und wir sehen die Mutter, wir befinden uns in den 70ern, Frauenbewegung, Emanzipation.
Mit dem Film begeben wir uns auf eine Zeitreise, 50 Jahre deutsche Geschichte und Sozialisation und gleichzeitig zeigt der Film den langen Weg, der immer wieder vor uns liegt, sich frei zu fühlen von gesellschaftlichen Normen und Erziehung.

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Zum Frauentag:

Deutschland, bleiche Mutter
D1980, 150 Min, 35mm,

B + R: Helma Sanders-Brahms
K: Jürgen Jürges

D: Eva Mattes, Ernst Jacobi, Elisabeth Stepanek, Angelika Thomas, Rainer Friedrichsen, Gisela Stein

 


Fr 8.3.19, 21:30 Uhr
Sa 9.3.19, 20:30 Uhr

 


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In DEUTSCHLAND, BLEICHE MUTTER schildert Helma Sanders-Brahms aus radikal subjektiver Perspektive, wie sie mit ihrer Mutter den 2. Weltkrieg überlebte. Zeitgleich ist es die Geschichte der Frauen, die im Deutschland der Kriegsjahre jung waren.
1939, vor dem Hintergrund von Hitlers Kriegsvorbereitungen, eine Liebesgeschichte, die mit einer Hochzeit endet. Unmittelbar danach beginnt der Polenfeldzug, und der Mann muß an die Front. Die Frau, Lene, bleibt allein zurück, bekommt allein ihr Kind, schlägt sich durch den Krieg und entwickelt mit ihrem Kind die Kraft zum Überleben. Als der Mann aus dem Krieg zurückkommt, wird diese Kraft nicht mehr gebraucht. Lene soll in ihre alte Frauenrolle zurückfinden aber das schafft sie nicht. Wiederaufbau und Wirtschaftswunder werden ihr ebenso unerträglich wie ihre Kleinfamilie, die wieder funktionieren soll, als wäre nichts geschehen. 1950 ist Lene krank und verhärtet. Das Kind rettet sie vor dem Selbstmord.

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Blick nach Afrika

Die letzte Kolonie OmU
D 2015, 89 Min,

R: Christian Gropper

 

Mit Gästen und anschließender Diskussion


Mo 11.3.19, 19:30 Uhr

 


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Mohamed Sulaiman ist ein gebildeter junger Saharaui. Er hat in Algerien englische Literatur und Kunst studiert und kehrte nach dem Studium zu seiner Familie ins Lager zurück. Heute näht er Kleider für den kleinen Laden seines Vaters und arbeitet manchmal als Übersetzer, wenn internationale Besucher in die Flüchtlingslager kommen. Mit ihm erkundet das Filmteam den Alltag in den Lagern und an der schwer bewachten Grenze zum marokkanisch besetzten Teil ihres Landes.
Immer wieder hat die Uno Verhandlungen für eine friedliche Lösung angestoßen. Immer wieder sind sie gescheitert. Marokko betrachtet die Westsahara als seine Südprovinz und beutet die Bodenschätze aus, denn die Geschäfte mit den Ländern Europas versprechen auch in Zukunft lukrative Gewinne. Die Länder Europas sehen weg, solange sie gute Geschäfte mit dem nordafrikanischen Land pflegen. Wie lange wird die Region ruhigbleiben? Kann sich die Welt überhaupt einen weiteren Krisenherd leisten? Oder muss Europa nicht endlich auch diesen Konflikt angehen, damit sich nicht schon bald der nächste Brand vor der Haustür entfacht? Die Saharaui, das vergessene Volk der Westsahara, werden nicht ewig geduldig bleiben.
Als Gäste begrüßen wir Nadjet und Sidaty Abba (Nachname von Nadjet?). Sie sind beide Sahrauis und kämpfen aus dem Exil für die Unabhängigkeit Westsaharas. Sie kamen als Kinder mit ihre Familien aus der besetzten Westsahara durch Algerien in die DDR. Nadjet vertritt die Befreiungsbewegung Westsaharas, die Polisario, in Deutschland. Sidaty hat "Die letzte Kolonie" ins Deutsch übersetzt.
In Zusammenarbeit mit Attac Berlin.

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Lesung und Film:

Kein Dach über dem Leben
Biographie eines Obdachlosen

Der Autor Richard Brox stellt sein Buch vor mit anschl. Gespräch.

Unter Null

von Günther Wallraff und Pagonis Pagonakis

 

 


Mi 13.3.19, 19:00 Uhr

 


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Die Straße ist ein gefährlicher Ort geworden für Berber, aber für Richard Brox war sie drei Jahrzehnte lang auch das Reich der Freiheit, der Selbstbestimmung und der Würde. Seine Website mit Tipps und Bewertungen sozialer Anlaufstellen in vielen Städten der Republik machte ihn zum wohl bekanntesten Obdachlosen Deutschlands.
Hier erzählt er seine Geschichte, die erschütternden Erlebnisse eines begabten Jungen, der es schafft, aus den Gewalterfahrungen seiner Kindheit und der Drogenkarriere seiner Jugend auszubrechen und sich freizukämpfen. Ein Lehrstück über die Schattenseiten unserer Gesellschaft und ihre soziale Verwahrlosung.
Richard Brox wurde 1964 in Mannheim geboren. Er kam früh, mit fünf, in das erste Heim und durchlief danach eine "Heimkarriere", flüchtete vor sexuellen Übergriffen, verweigerte die Schule, galt als schwererziehbar. Nach einem Drogenentzug Mitte der 80er Jahre verbrachte er 30 Jahre auf der Straße. Derzeit lebt er in Köln.

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Es wird Winter. Die meisten Deutschen drehen jetzt ihre Heizung auf und kuscheln sich auf ihrem Sofa in eine warme Decke. Einige ziehen aber auch nur ihren Schlafsack fest zu und hoffen, dass die nächste Nacht sie nicht umbringt. Rund 250.000 Menschen haben laut der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe keinen festen Wohnsitz, die Dunkelziffer wird noch höher geschätzt. Wer sind diese Menschen, warum leben sie auf der Straße?
Dieser Frage gingen Günter Wallraff und Pagonis Pagonakis nach.

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Zum 38. Fabrikgeburtstag:

Amerika Square OmU
Griechenland 2016, 86 Min,

R: Yannis Sakaridis

D: Yannis Stankoglou, Makis Papadimitriou, Vassilis Kukalani, Ksenia Dania, Themis Bazaka

Im Anschluss Live-Musik mit dem Duo „Eponimoi“


Do 14.3.19, 19:30 Uhr

 


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Der arbeitslose, frustrierte Nakos versteht seinen Wohnblock nicht mehr: überall Multi-Kulti, überall geflüchtete Menschen; er fürchtet „Überfremdung“ und heckt einen tödlich-rassistischen Plan aus. Sein bester Freund noch aus alten Tagen ist der Tattoo-Künstler Billy, doch dieser – zutiefst menschlich unter der coolen Schale – sieht die Schicksale der Menschen, die neuerdings rund um den Amerika Square leben. So wie die afrikanische Barsängerin Tereza, die ein neues Tattoo will: „Refuse to Sink“. Und so wie Tarek, der mit seiner kleinen Tochter dem Krieg in Syrien entkommen ist und eigentlich weiter will nach Berlin…
In Sakaridis‘ preisgekröntem Film treffen die vier und ihre so unterschiedlichen Träume in einem packenden Plot aufeinander. Freiheit oder Angst, Kleingeist und Hass oder Solidarität, Geschäft oder Liebe: Was wird die Oberhand behalten?

Im Anschluss an den Film gibt’s Live-Musik mit dem Duo „Eponimoi“. Christos Gagralis und Themis Letenos spielen Rembetiko und andere griechische Lieder, die Ihr alle kennt (oder endlich kennenlernt). Tanzt und feiert mit: das Leben, den Abend – und die Regenbogenfabrik, die in dieser Märzwoche Geburtstag hat und 38 Jahre alt wird.

In Zusammenarbeit mit dem Griechischen Salon.

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Zum 38. Fabrikgeburtstag
B-Movie: Lust and Sound in West-Berlin OmU
D 2015, 92 Min,

R: Jörg A. Hoppe, Klaus Maeck, Heiko Lange

Am 15.3. mit Kurzfilmen aus jener Zeit, in Anwesenheit von Volker Hauptvogel MDK Mitglied, der dazu erzählt.

 

Fr 15.3.19, 20:30 Uhr
Sa 16.3.19, 22:00 Uhr

 


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Die achtziger Jahre in West Berlin – kein Film hat den typischen Sound dieser Zeit so authentisch festgehalten wie dieser Film. Er erzählt die Geschichte des englischen Musikers, Labelmachers und Uniformfetischisten Mark Reeder, der Ende der 70er Jahre nach Berlin zog, um seinen Lieblingsbands und -musikern, Tangerine Dream, Ash Ra Temple und Klaus Schulze, nahe zu sein. Doch die waren in der Szene zu der Zeit überhaupt nicht cool. Hier hatte der englische Punk seine ersten Spuren hinterlassen, der auf das inflationäre Hochgefühl der Hippies gefolgt war. Dilettantismus war die neue Kunst, intelligente Subversion der Formen und eine aggressive Tanzbarkeit der Musik. So traf Reeder als Repräsentant des englischen Factory-Labels, das auch Joy Division unter Vertrag hatte, auf den geisterhaft dürren Blixa Bargeld und seinen australischen Freund Nick Cave, auf Gudrun Gut und die Tödliche Doris, auf Bands also, die den Berliner Underground prägten, bevor er Neue Deutsche Welle hieß.
Die Regisseure haben unzählige mehr oder minder amateurhafte Filme aus der Zeit gesammelt, darunter auch Werke von Wieland Speck und diese collagiert. Dazu haben sie Mark Reeder durch die Stadt gescheucht, als Darsteller seines jüngeren Selbst, und so die Illusion eines autobiografischen Filmessays geschaffen, das den Anschein ganz privater Beteiligung aufrechterhält. Das Material selbst ist technisch oft grauenhaft, aber immer authentisch, man sieht, wie Nick Cave in seinem kleinen Zimmer in einem besetzten Haus gotische Bilder in barocken Rahmen sammelt oder wie Blixa und N.?U. Unruh sich die Einstürzenden Neubauten ertrommeln, auf Mörtelkübeln und einer ausgedienten E-Gitarre. Hochperkussive Musik zu kryptisch aggressiven Texten, dumpfer Gleichklang gegen den hochgerüsteten Mainstream der 70er, der inzwischen in den Stadien angekommen war. Die ganze Kraft dieser Szene steckt in dem Film, und man glaubt ihm jedes Wort.
B-Movie ist all denen zu empfehlen, die an dem schlechten Image der 80er festhalten wollen. In dieser Zeit, als Berlin noch eine Insel war, gab es tatsächlich einmal deutschen Underground.

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Zum 38. Fabrikgeburtstag
Der lange Sommer der Theorie
D 2017, 81 Min,

R+B: Irene von Alberti
K: Jenny Lou Ziegel

mit: Julia Zange, Katja Weilandt, Martina Schöne-Radunski, u.v.m.


Sa 16.3.19, 20:00 Uhr
So 17.3.19, 20:30 Uhr
Mo 18.3.19, 20:30 Uhr

 


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Berlin, Sommer 2016. Im letzten Haus im Niemandsland hinter dem neuen Hauptbahnhof wohnen Nola, Katja und Martina in einer Künstlerinnen-WG. Ihre Zeit ist gezählt, denn bald entsteht hier Europacity. Die drei jungen Frauen leben auch sonst prekär. Katja ist Schauspielerin und hadert mit ihren Rollen, nebenbei vermietet sie Wohnungen an Touristen. Martina ist Fotografin, die keine Lust auf die Schmeicheleien eines Kurators hat und sich lieber mit ihrer Band auf der Bühne die Seele aus dem Leib schreit. Nola macht einen Film, bei dem sie SoziologInnen, HistorikerInnen, Kulturschaffende und TheoretikerInnen interviewt. Ihr geht es um Theorie und wie man sie heute nutzbar machen kann.
Nola ist das Zentrum des Films, ihre Interviews erleben wir als Publikum mit. Im mit Sätzen bedrucktem Hosenanzug läuft sie durch den Film zu ihren GesprächspartnerInnen, vorbei an den letzten Baustellen Berlins, durch eine Stadt, die schon verkauft scheint. Es geht um Feminismus, den öffentlichen Raum, Gentrifizierung, Theorie und Praxis im Film von Irene von Alberti. Als essayistisches Diskurstheater inszeniert, bricht "Der lange Sommer der Theorie" immer wieder aufs Neue ganz bewusst in viele unterschiedliche Richtungen aus und stellt damit mehr Fragen, als dass er Antworten geben will. Grandfilm

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Zum Weltwassertag
Und dann der Regen - Tambien la lluvia OmU
E/F/Mex 10, 102min., 35mm,

R: Icíar Bollaín

D: Juan Carlos Aduviri, Luis Tosar, Gael García Bernal

Mit dem Berliner Wassertisch und Attac Berlin und anschließender Diskussion am 22.3.

Fr 22.3.19, 19:00 Uhr
Sa 23.3.19, 22:30 Uhr
Mo 25.3.19, 20:30 Uhr

 


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Ein engagiertes Filmteam will in Bolivien die Geschichte von Christoph Kolumbus und seiner gewaltvollen Eroberung des amerikanischen Kontinents verfilmen. Bereits nach wenigen Drehtagen stellen sich Probleme bei den Dreharbeiten ein. Denn gleichzeitig rumort es in der Stadt, da der Staat die lokale Wasserversorgung privatisiert hat. Und auf einmal findet sich das Filmteam inmitten einer Revolte wieder.

Wasser ist Menschenrecht!

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Zum Gedenktag an die Opfer der Mafia

100 Schritte - I CENTO PASSI OmU
I 2000, 104 Min, 35mm,

R: Marco Tullio Giordana

D: Luigi lo Casio, Luigi Maria Burruano, Lucia Sardo

Am 23.3.19 mit einer Einführung von Aurora Rodono, Freie Kulturschaffende und Filmforscherin, anschließendes Gespräch mit dem Mafia Nein Danke e.V. Berlin


Sa 23.3.19, 19:30 Uhr
So 24.3.19, 20:30 Uhr

 


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100 Schritte liegen zwischen dem Elternhaus von „Peppino“ Giuseppe Impastato und dem von Don Tano: Peppinos Onkel und Oberhaupt der lokalen Mafia. Ginge es nach seinem Vater Luigi, dann hätte Peppino eine wichtige Position in Onkel Tanos Organisation bekleidet; doch Peppino entscheidet sich schon als Kind gegen die Mauer des Schweigens. Als junger Mann erhebt er offen das Wort gegen die Korruption, um schließlich einen illegalen Radiosender zu gründen. Täglich lauscht nun die ganze Region gebannt Peppinos politischen Analysen. Solange Peppinos Vater noch lebt, hält Tano still. Doch als der Vater bei einem Unfall ums Leben kommt, gerät Peppino auf die schwarze Liste. Ein bewegendes Spielfilmplädoyer gegen die Mafia und ein Porträt der 1968er-Generation in Italien.
Der Fall der Ermordung Impastatos ist einmalig in der Geschichte Italiens; erst nach 18 Jahren wird die Tat überhaupt zum Verbrechen erklärt, die Verurteilung der Hintermänner erfolgt 2002. Mit Giordanas Film sei das italienische Kino aus seinem politischen Dornröschenschlaf erwacht, schreibt der filmdienst über den Film, der fernab aller Romantisierung eine gleichermaßen aufrüttelnde wie aktuelle Geschichte über Courage erzählt.

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Filmporträt
Gundermann
D 2018, 127 Min,

R: Andreas Dresen

mit: Alexander Scheer, Anna Unterberger, Eva Weißenborn, Axel Prahl, Thorsten Merten, Benjamin Kramme, Bjarne Mädel, Kathrin Angerer, Milan Peschel


Fr 14.12.18, 20:30 Uhr
Sa 15.12.18, 21:00 Uhr
So 16.12.18, 20:00 Uhr
Mo 17.12.18, 20:00 Uhr

 

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GUNDERMANN erzählt von einem Baggerfahrer, der Lieder schreibt. Der ein Poet ist, ein Clown und ein Idealist. Der träumt und hofft und liebt und kämpft. Ein Spitzel, der bespitzelt wird. Ein Weltverbesserer, der es nicht besser weiß. Ein Zerrissener. GUNDERMANN ist Liebes- und Musikfilm, Drama über Schuld und Verstrickung, eine Geschichte vom Verdrängen und Sich-Stellen. GUNDERMANN ist ein Film über Heimat. Er blickt noch einmal neu auf ein verschwundenes Land. Es ist nicht zu spät dafür. Es ist an der Zeit.

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Mit feinem Gespür, Zärtlichkeit und Humor wirft Regisseur Andreas Dresen in GUNDERMANN einen Blick auf das Leben von Gerhard „Gundi“ Gundermann, einem der prägendsten Künstler der Nachwendezeit. Er starb 1998, mit gerade einmal 43 Jahren..

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Herstory 68: Die Frauen der Revolte
Feministische Aktionen gegen Bevölkerungspolitik – Ein Rückblick in die 80er Jahre
2000-2003, 46 Min,
Dokumentarfilm von der Filmgruppe Frauengeschichte(n) im Film

Preview
Frauen bildet Banden – Eine Spurensuche zur Geschichte der Roten Zora
2018, 80 Min, Dokumentarfilm vom Frauenlesben Filmkollektiv Las Otras

Im Anschluss Gespräch mit den Filmemacherinnen



Sa 15.12.18, 15:00 Uhr

 

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Politischer Salon der Störenfrida Berlin – Eine Veranstaltungsreihe

Störenfrida Berlin – Ort für Frauenpolitik und Frauengeschichte – will das 68er Jubiläum nicht verstreichen lassen, ohne sich mit den zentralen Protagonistinnen, Kämpferinnen und Denkerinnen auseinander zu setzen. Uns interessiert wie Frauen 68 gelebt und wie sie diesen Aufbruch erlebt und vor allem mitgestaltet haben. Was war ausschlaggebend für ihre Politisierung, welche Position hatten sie zu den theoretischen Debatten, zur Militanz, zur sexuellen Revolution? Zu welchem Zeitpunkt konnte Mutterschaft politisiert werden, wie und mit wem haben sich Frauen organisiert? Wie haben sie Beziehung und Zusammenarbeit mit anderen Frauen erlebt und gestaltet? Welche Ereignisse und Veranstaltungen waren für die Frauen bedeutsam? Alle Veranstaltungen unserer Reihe finden als feministischer Salon an einem Nachmittag am Wochenende statt, sodass wir Zeit und Raum haben zum Diskutieren, aber auch zum Kennenlernen und für einen informelleren Teil als Abschluss.
Von Frauen für Frauen und Trans*Menschen*

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In den 80er Jahren beschäftigten sich Frauengruppen in vielen Ländern mit dem Thema Bevölkerungspolitik. In der Dokumentation erzählen Aktivistinnen aus Deutschland von Debatten und Aktionen zum Thema Geburtenkontrolle. Sie berichten von der Entstehung humangenetischer Beratungsstellen, über Gen- und Reproduktionstechnologie und letztlich über Selbstbestimmung von Frauen über ihre Körper und feministische Kritik an Bevölkerungspolitik und Gentechnologie.

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Die „Rote Zora“ war in den 70er und 80er Jahren eine militante Frauengruppe in der BRD. Ihre Aktivitäten richteten sich gegen die alltägliche Gewalt gegen Frauen, gegen Gen- und Reproduktionstechnologie als Teil der Bevölkerungspolitik und internationalen Ausbeutungsbedingungen als Ausdruck patriarchaler Herrschaft.
In der linken Geschichtsschreibung in Deutschland weitestgehend ausgeblendet, greifen heute junge Frauen auf ihre Texte und Geschichte zurück.
Es ist auch den wissenschaftlichen Forschungen der in Großbritannien arbeitenden Katharina Karcher zu verdanken, dass wir heute wieder mehr über diese Gruppe erfahren können. Der Film trägt dazu bei, eine Lücke in der bundesdeutscher Geschichtsschreibung zu linkem Widerstand zu füllen. Erzählungen von Zeitzeuginnen, Interviews mit Katharina Karcher und ehemaligen Zoras lassen die Geschichte der „Roten Zora“ und der damaligen Frauenbewegung wieder lebendig werden.

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Ein griechischer Abend
Rembetiko OmU
GR 1983, 120 Min, 35mm,

R: Costas Ferris

mit Sotiria Leonardou, Nikos Kalogeropoulos Nikos Dimitratos, Giorgos Zorbas, Michalis Maniatis, Themis Bazaka

Am Freitag mit live Rebetiko-Musik mit der Band "Suchi Lachi"




Fr 26.10.18, 19:30 Uhr
So 28.10.18, 20:30 Uhr

 

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Der auf der Berlinale 1984 mit dem Silbernen Bären ausgezeichnete Film REMBETIKO basiert auf der Lebensgeschichte der Rembetiko-Sängerin Marika Ninou, vor dem Hintergrund der historischen Ereignisse in ihrer Lebenszeit. Verschiedene Stationen der griechischen Geschichte wie Vertreibung, Diktatur, Besatzung und Bürgerkrieg werden durchwandert. Zugleich wird von den Wurzeln des Rembetiko erzählt, einem Volksmusikstil, der anfangs nur von den Rembetes gespielt wurde, den 1922 aus Kleinasien Geflüchteten, die in den Slums von Piräus hausten. Dieser etablierte sich zunächst nur im subkulturellen Umfeld der Kaffeehäuser und entwickelte sich später zu einer der populärsten Musikformen Griechenlands. Es ist eine Musik voller Klage und poetischen Aufbegehrens.
Marika Ninou wurde 1919 in Smyrna (heute Izmir) geboren und 1956 in Athen ermordet.

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Nach dem Film gibt’s live Rebetiko-Musik mit der Band "Suchi Lachi".
Suchi Lachi ist eine in Berlin gegründete Band, die Rembetiko spielt. Das Rembetiko entstand zu Beginn des letzten Jahrhunderts innerhalb der städtischen Arbeiterklasse Griechenlands und galt als die Musik der Unterwelt. In den Rembetiko-Liedern entfalten sich Bräuche, Traditionen, alltägliche Geschichten von damals. Es handelt sich um die Liebe, das Leiden, den Drogen- und Alkoholkonsum, das Leben, den Tod…
Der Name der Band ist ein Wortspiel aus dem Titel des bekanntes Rembetiko Liedes „Sou ’hei lahei“ von Giorgos Batis und bedeuet „Ist es dir passiert?“

In Zusammenarbeit mit dem Bündnis Griechenlandsolidarität Berlin.

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