YI YI -
A ONE AND A TWO (OmU)

Taiwan/Japan 2000, 173 min
R: Edward Yang

D: Wu Nianzhen, Kelly Lee, Jonathan Chang, Issey Ogata, Elaine Jin, Adrian Lin

Fr 1.10. 04, 21:00 Uhr
kritkon liest
"Herrn Hases haarsträubende Abenteuer" (siehe oben)

Sa 2.10. 04, 20:00 Uhr
So 3.10. 04
20:00 Uhr
Mo 4.10. 04,
20:00 Uhr

 


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Wer bisher diese Familienballade verpaßt hat, sollte hurtig ins Kino strömen, denn dies ist einer der schönsten Filme des Jahres 2000. Im Mittelpunkt steht eine typische Familie aus Taipeh, deren ruhiges Leben am Tag der Hochzeit eines nahen Verwandten ins Schleudern gerät. Die Sippe lästert über die sichtlich schwangere Braut, die Gäste trinken zuviel, die Großmutter erleidet einen Schlaganfall und fällt in ein Koma, aus dem sie vielleicht nie wieder aufwachen wird. Dies ist der Anfang von dramatischen Veränderungen, die aber natürlich und folgerichtig erscheinen als die Bewegungen, die durch das Leben an sich entstehen, trotz der Angst, das Gleichgewicht zu verlieren. "Thema meines Films ist schlicht und ergreifend das Leben, ein Leben, dessen ganze Bandbreite ich habe zeigen wollen. Meiner Auffassung als Drehbuchautor nach dominiert die Einfachheit alle Komplikationen, die sich im Laufe des Films zutragen. Deshalb habe ich den chinesischen Titel "Yi?Yi" gewählt, den man wortwörtlich mit "Eins?Eins" übersetzen könnte. Im chinesischen Wörterbuch erscheint YI YI als allererster Begriff, nach dem Zeichen "Eins", der durch einen einzigen horizontalen Strich dargestellt ist. Der Begriff "Eins?Eins" bedeutet "Individualität"; dies ist der Grund, warum ein jeder Lebensabschnitt von der Geburt bis zum Tod im Film durch verschiedene Personen dargestellt wird." Edward Yang