TOWNES
VAN ZANDT (OmU)

USA 2004, 97 min
R+B: Margret Brown

 

Mit: Townes Van Zandt, Steve Earle, Emmylou Harris, Kris Kristofferson, Willie Nelson

 


Fr 21.4. 06,
20:00 Uhr
Sa 22.4. 06,
22:30 Uhr
So 23.4. 06, 20:00 Uhr
Mo
24.4. 06, 22:30 Uhr

 


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townesvanzandt


Ein Dokumentarfilm über Townes Van Zandts Leben kann kein nüchternes, sachliches oder gar kritisch distanziertes Werk sein. Ein solcher Film ist ein persönliches Projekt. Die ebenfalls in Texas mit der Musik von Künstlern wie Hank Williams, Bob Dylan, Odetta und Kris Kristofferson aufgewachsene Regisseurin Margaret Brown nimmt den Zuschauer in ihrem ersten Langfilm von Beginn an mit in die Welt von Townes Van Zandts Liedern. 25 seiner Songs hat sie in den 99 Minuten Laufzeit untergebracht und eine beträchtliche Anzahl davon wird ganz ausgespielt. Die Stimmung der Stücke fängt Kameramann Lee Daniel ("Slacker", "Dazed and Confused", Before Sunrise) in rauen, melancholischen Aufnahmen von nächtlichen Städten und von Autofahrten durch weite (um nicht zu sagen leere) Gegenden ein.
 
Wie die Liedtexte von Townes von Zandt macht auch dieser Film keine eindeutigen Aussagen, und wer in seinem Ablauf nach einem roten Faden sucht, wird keinen finden. Was er finden wird, sind unzählige Archivaufnahmen von früheren Auftritten, sind private Filme des Künstlers und seiner Familie, sind Interviews mit Van Zandts Familienmitgliedern, seinen drei Ex-Frauen und drei Kindern, mit Freunden und prominenten Musikerkollegen von Kris Kristofferson, dem Country-Singer-Songwriter ("Me and Bobby McGee") und Schauspieler (großartig in "Lone Star"), bis zu Steve Shelley von Sonic-Youth. Fast keine dieser Aufnahmen ist langweilig oder banal.