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Die Stille nach dem Schuss
BRD 1999, 102 min. R: Volker Schlöndorff

D: Bibiana Beglau, Martin Wuttke, Nadja Uhl, Harald Schrott, Alexander Beyer

"Alles ist so gewesen, nichts war genau so", sagte der Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaase zu diesem Film. Die Geschichte von Rita: im ersten Teil des Films Terroristin aus Liebe und Leidenschaft, die nach anfänglich spaßigen Aktionen wie Banküberfällen frei nach Robin Hood und ernsteren wie Gefangenenbefreiungen zunehmend unter Fahndungsdruck gerät. Sie wählt als Fluchtpunkt die DDR, ermöglicht durch die Staatssicherheit, die den RAF-Terroristen nicht nur Transit, sondern auch den Aufbau einer neuen Existenz anbietet. Der zweite Teil des Films erzählt Ritas Zeit im sozialistischen Teil Deutschlands. Hier erlebt sie das Los der Zuspätgekommenen: da ihre Ostkollegen mittlerweile den Arbeiter- und Bauernstaat aufgegeben haben, stößt ihr westliches gefärbtes Agitieren für den Sozialismus auf Unverständnis. Von einer Arbeitskollegin enttarnt, muß sie ein weiteres Mal eine neue Identität annehmen. Und dann fällt die Mauer.