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Schwarze Katze, Weißer Kater

BRD/Frankreich/Jugoslawien 1997, 130 min, R: Emir Kusturica

B: Gordan Mihic, D: Bajram Severdzan, Forian Ajdini, Srdan Todorovic, Branka Katic u.a.

Mit Schwarze Katze, Weißer Kater setzt E. Kusturica seine Reihe derb erzählter, burlesker Komödien in atemberaubender Weise fort.
Mit nicht allzuviel Tiefgang, aber mit um so viel mehr sprühendem Witz, übermütiger Phantasie und seinem gnadenlosen Gespür für Situationskomik führt er uns in die wunderliche, abenteuerliche Welt einer kleinen Menschengemeinschaft, die sich an der Mündung der Donau, auch wenn Kapitalismus ausbricht, genauso durchzuschlagen versteht, wie sie es immer getan hat.
Wie im Märchen kommt ein Riese vor und eine Zwergin, die ihr Glück finden. Es gibt einen Schurken, der sein Fett bekommt. Es gibt den Narren, der immer wieder davon kommt, und zwei wissende Alte, die einen Zauber kennen. Es wird geheiratet, gehandelt, geschoben und geschossen, ein riesiges Hausschwein frißt einen ganzen Trabi. Es wird geschwelgt, gelacht, geweint, gefeiert und getanzt und zu allem spielt diese übergeschnappte Hochzeitskapelle wahnwitzige Weisen, zur Not auch, wenn die ganze Besatzung, in luftiger Höhe, an einen Baum gefesselt ist.