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Rebecca
USA 1940, 130 min

R.: Alfred Hitchcock D.: Laurence Olivier, Joan Fontaine, George Sanders, Judith Anderson

Wenn sich zu Beginn des Films die Kamera langsam schwebend auf Schloß Manderley zubewegt und aus dem Off eine Frauenstimme die Geschichte heraufbeschwört, die uns gleich erzählt werden wird, wissen wir, daß wir uns weniger in einem suspense-Thriller, als vielmehr in einem schaurig-gruseligen Märchen befinden, in dem das verschüchterte Aschenputtel Joan Fontaine vom traurig-dunklen Prinzen Laurence Olivier auf sein Schloß geführt wird. Dort soll sie Herrin spielen, aber dort erwarten sie auch Rebecca, tot aber immer präsent, und Mrs. Danvers, lebendig aber allgegenwärtig spukend wie ein böser Geist, dem zu sterben versagt ist. Und wie im Märchen steht am Ende die Erlösung, und die Guten sind doch gut und die Bösen sind böse und richten sich selbst, und wenn sie nicht gestorben sind, so leben sie glücklich noch heute, der Prinz und sein Aschenputtel.