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Medea
Italien/Frankreich/BRD 1969 110 min, R + B: Pier Paolo Pasolini

D: Maria Callas, Massimo Girotti, Laurent Terzieff, Guiseppe Gentile, Magareth Clementi

Die der aniken Sage entlehnte Geschichte der Medea, die als verstoßene Gattin fürchterliche Rache übt, interpretiert als Tragödie des Menschen zwischen barbarisch-sakraler und zivilisiert-rationalistischer Kultur.
"... erst die große Schlußszene der Callas bringt die ästhetische Faszination zurück, mit der sich Pasolini für die mythische Kultur erklärt. Eine polemische Option, die seltsam zwittrig einerseits zwischen romantischem Zivilisationsekel und reaktionärem Irrationalismus schillert, andererseits aber jene imperialistische, ausbeuterische Zerstörung der Kulturen der Dritten Welt durch die Industriestaaten im Namen des Fortschritts, des Wachstums und der Freiheit als schmerzlichen Verlust protestierend festhält und das Recht der alten Kultur auf Widerstand emphatisch postuliert." (Giacomo Gambetti)