DAS ERSTE EVANGELIUM
MATTHÄUS

IT 1964, 120 min
R: Pier Paolo Passolini

 

D: Enrique Irazoqui, Margherita Caruso, Susanna Pasolini

M: Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart
Sergei Prokofiev u. a.


Fr 14.4. 06, 20:00 Uhr
Sa 15.4.
20:00 Uhr
So 16.4. 06, 20:00 Uhr
Mo
17.4. 06, 20:00 Uhr

 


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matthaeus


In der immer noch einzigen diskutablen Verfilmung des Lebens Jesus folgt Pasolini zwar konsequent dem Matthäus-Evangelium, entwirft aber ein sehr individuelles Bild der Heilsgeschichte. So arbeitet er nicht nur besonders die sozialen Aspekte der Botschaft Jesu heraus, sondern macht die Ausweglosigkeit in den Vorstädten Roms der 60er Jahre zum Ausgangspunkt seines Filmes.
Unter der Oberfläche wandeln sich so die vordergründig naturalistischen Einstellungen in extrem stilisierte und künstliche Bilder. "Ich wollte die Geschichte Christi plus zweitausend Jahre christliche Übersetzung erzählen, denn es sind die zweitausend Jahre der christlichen Geschichte, die diese Biographie mythisiert haben, die als solche sonst eine fast unbedeutende Biographie wäre." Seinem Anliegen gemäss, greift Pasolini auf die Bildtradition der Kunstgeschichte zurück, und sucht nach DarstellerInnen - übrigens zum grössten Teil Laien (z.B. Pasolinis Mutter als Maria), - die ihn an Gemälde der Renaissance und des Barocks erinnern.

Mit IL VANGELO SECONDO MATTEO, einem dem herkömmlichen Bibelkino geistig wie formal extrem entgegengesetzten Film, lädt das regenbogenKINO zu Ostern 2006 ein.