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Lumumba (OmU)
F/B/BRD/Haiti 2000, 115 min, R: Raoul Peck

D: Eriq Ebouaney, Alex Decas, Theophile Moussa

Der Anfang des Films ist schwer erträglich. Drei schwarze Männer, Gefangene, werden von Weißen in Uniform in einem Jeep durch Nacht und Wüste transportiert, an einem einsamen Ort umgebracht, zerstückelt, verbrannt. Aus dem Off hören wir die Stimme eines der Ermordeten, von dem keine Spur mehr bleiben sollte: Patrice Lumumba. In Rückblenden erfahren wir die Geschichte, die voranging, Lumumbas Kampf für die Unabhängigkeit des Kongo / Zaïre und seine Wahl zum ersten Premierminister des Landes 1960. Er wollte ein moderner, gerechter, sozialistischer und die verschiedenen Volksgruppen versöhnender Regierungschef sein. Der Film zeigt, daß er dazu gegen die rassistischen Machtinteressen der Exkolonilalisten keine Chance hatte. Bei der Vereidigung steht neben ihm schon Mobutu bereit, der nach Lumumbas nur zweimonatiger Amtszeit mit tatkräftiger Unterstützung Belgiens und des CIA "beweist", daß die "unzivilisierten" und "nicht demokratiefähigen" Länder Afrikas nur diktatorisch zu beherrschen sind.