DIE
KLAVIERSPIELERIN (OmU)

F 2001, 130min
R: Michael Haneke

 

D: Isabelle Huppert, Annie Girardot, Benoit Magimel

 

Fr 20.1. 06, 20:00 Uhr
Sa 21.1. 06,
22:30 Uhr
So 22.1. 06, 20:00 Uhr
Mo
23.1. 06, 22:30 Uhr

 


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Hanekes Verfilmung von Elfriede Jelineks Roman ist eine harte Kost, die zugleich Ablehnung und Faszination hervorruft. Die Leistung der SchauspielerInnen ist herausragend. Allein in Isabelle Hupperts Gesicht wird jede Gefühlsregung so deutlich gespiegelt, dass es fast weh tut.

Erzählt wird die Geschichte von Erika Kohut (Isabelle Huppert), die als abweisende und kühle Klavierlehrerin am Konservatorium in Wien unterrichtet und eine Vorliebe für Schubert hat. Sie ist Mitte vierzig und lebt noch immer mit ihrer bevormundenden Mutter (Annie Girardot) zusammen. Die Mutter kontrolliert jeden Schritt von Erika, spioniert ihr nach und beraubt sie ihrer persönlichen Freiheit.

Mit Distanz und einer total unterkühlten Art flüchtet sich Erika in Perversionen und Pornokinos. Als sich der charmante Walter (Benoit Magimel) in Erika verliebt, fangen die Abgründe an sichtbar zu werden.

Erika kann ihre Gefühle nur auf Umwegen der sexuellen Abartigkeiten ausdrücken, die ihre Verletzungen und Demütigungen offen legen. Sie verliert die Kontrolle welche ihr immer die Möglichkeit eines Rückzugs geboten hat. Der Abstand, den sie geschaffen hat um auf ihre Art zu überleben, bricht weg. Der Fall ist unaufhaltsam und grausam.