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Jacquot de Nantes

F 1991, 119 min,
R: Agnès Varda

D: Philippe Maron, Edouard Joubeaud, Laurent Monnier, Jacques Demy

Agnès Varda erzählt die Geschichte der Kindheit und Jugend ihres Mannes Jacques Demy. Indem sie immer wieder in seine Filme hinüberblendet wird offensichtlich, wie sich sein ganzes filmisches Schaffen aus dieser Zeit speist, wie da einer schon früh ganz klar seinen Weg weiß und geht, von den Puppentheaterbasteleien des Achtjährigen bis zu den ersten Trickfilmen, die der jugendliche Jacquot mit seiner 9,5 mm-Kamera auf dem Dachboden inszeniert. Am Ende des Films sehen wir ihn dann nach Paris gehen, um Film zu studieren. Darüberhinaus aber ist dieser Film eine der schönsten Liebeserklärungen, die ich kenne. Zur Zeit der Dreharbeiten war Jacques Demy bereits todkrank (die Premiere hat er nicht mehr erlebt), und Agnès Varda hält ihn in immer wieder eingeschnittenen dokumentarischen Videobildern noch ein letztes mal fest, nimmt ihn auf, ganz nah, sein Gesicht, seine Hände, filmt ihn am Strand und zu Hause, läßt ihn erzählen von seiner Kindheit und vom Filmen.