DIE INVASION DER BARBAREN
Kanada/Frankreich 2003, 99 min R: Denys Arcand

D: Rémy Rirard, Stéphane Rousseau

 

Fr 12. 3. 04, 20:00 Uhr
Sa 13. 3. 04,
22:30 Uhr
So 14. 3. 04, 20:00 Uhr

Mo 15. 3. 04,
22:30 Uhr


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Arcands großartige Fortschreibung seines Gesellschaftsporträts markiert eine Zeitenwende. Rémy, dem auch die tödliche Krankheit nichts von seiner Streitlust genommen hat, sieht sich im Zeitalter der Barbarei gestrandet. Seinem Sohn Sébastian (Stephane Rousseau) wirft er vor, kein einziges Buch gelesen zu haben. Sebastian, ein erfolgreicher Verfechter des materiellen Pragmatismus, verfügt dafür als Börsenmakler über die Mittel, seinem Vater das Sterben zu erleichtern. Im katastrophal überbelegten und schlecht versorgten Krankenhaus lässt er für Rémy eine Oase einrichten. Gegen die Schmerzen organisiert er Heroin. Und er trommelt die intellektuellen Freunde und ehemaligen Geliebten seines Vaters an dessen Krankenbett zusammen. So wolle er es auch eines Tages haben, wenn er auf dem Sterbett liege, meint Regisseur Arcand. "Wir würden uns noch Geschichten erzählen, Witze machen und lachen. Wäre es aber so ernst und deprimiert, das hielte ja keiner aus, der reinste Horror", sagt Arcand.