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Halbe Treppe
D 2001, 105 min

R: Andreas Dresen D: Steffi Kühnert (Ellen), Gabriela Maria Schmeide (Katrin)
Thorsten Merten (Christian), Axel Prahl (Uwe), M: 17 Hippies

Die erste halbe Stunde ist hart: Bilder vom Feierabend, Alltag und Arbeit, von Frust, Routine und den kleinen Lügen des Lebens. Dazu die emotionalen Highlights: der Besuch des Küchenstudios in der Mittagspause, der Verlust des Kanarienvogels. Frankfurt/Oder, der Blick auf Polen von Christians Arbeitsplatz, einem Privatsender mit "Dauerpower vom Powertower" - der Osten ist im Detail sehr präsent. Unbemerkt rutscht man rein in die Geschichten der 2 Pärchen Chris und Katrin, Ellen und Uwe. Ohne Drehbuch, kein Text vorgegeben, ein weitgehend improvisierter Film, gedreht mit Digitalkamera. Andreas Dresen hat geweint vor Angst vor dem ersten Take. Die drei von der Ernst-Busch-Schauspielschule Berlin und Axel Prahl sind großartig und führen uns raus aus der Tristesse auf die Ebenen des Sehnens, der Liebe, des Humors und der Glücksmomente.