GESPENSTER
D 2004, 85 min
R: Christian Petzold

 

D: Julia Hummer, Sabine Timoteo, Marianne Basler, Aurelien Recoing, Benno Fürmann

 

Fr 13.1. 06, 22:00 Uhr
Sa 14.1. 06,
20:00 Uhr
So 15.1. 06, 22:00 Uhr
Mo 16.1. 06,
20:00 Uhr

 


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Präzise und auf das Wesentliche reduziert erfindet sich dieser Film die Wirklichkeit. Die Kamera beobachtet in langen Einstellungen das Aufeinandertreffen dreier unterschiedlicher Frauen.

Nina ist das trotzige, in sich gekehrte Heimkind. Sie trifft im Berliner Tiergarten, wo sie als Ein Euro Hilfskraft den Rasen säubert (wovon wir uns in Hartz IV Deutschland: "besser als nichts" zu sagen angewöhnt haben) auf Toni, die Diebin, die sich die Welt für ihre eigenen Wünsche öffnet.

Die dritte Frau ist Francoise, die traumatisierte Mutter, die in Nina ihre vor vielen Jahren in einem Berliner Kaufhaus geraubte, und seit dem verschwundene, Tochter erkennen will. Alle drei Frauen sind auf der Suche nach einer Identität.

Hier ist der Film seinen Figuren, den Schauspielern, seinem Sujet und dem Zuschauer so nah wie irgendmöglich.

Der Blick öffnet sich auf essentielle Fragen des Men-schseins, der politischen und ökonomischen Verhält-nisse, in denen wir leben, des Suchens, des Findens, der Inszenierung von Identität und Realität im Leben und im Film.

Guter Text zum Film von Georg Seesslen: http://www.taz.de/pt/2005/09/14/a0146.nf/text