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EUREKA (OMU)
Japan 2000, 217 min

R:Aoyama Shinji, D: Koji Yakusho (Makoto Sawai), Aoi Miyazaki (Kozue Tamura), Mazaru Miyazaki (Naoki Tamura) u.a.

Makoto,der Busfahrer und die Geschwister Aoi und Mazaru sind die Überlebenden einer überaus gewalttätigen Entführung eines Linienbusses. Von dem Ereignis völlig traumatisiert driften die Geschwister und Makoto unabhängig voneinander in eine Welt der Sprachlosigkeit und Isolation. Makoto wird von seiner Freundin verlassen und findet bei seiner Familie keinen Halt. Der Vater der Geschwister stirbt bei einem Autounfall, die Mutter flieht in ihrer Hilflosigkeit. Nachdem klar wird, dass es für die drei kein Zurück in irgendeine Form der Normalität gibt, hat Makoto die Idee zu einer Reise durch Japan um die Kinder und sich selbst zu retten. In üppigen sepiagetönten Schwarzweiss-Cinema-Scopebildern beobachtet der Regisseur seine Protagonisten sehr genau bei ihrem Kampf mit ihren Erinnerungen und der Vergangenheit, wobei sie immer wieder in Grenzsituationen geraten. Die karge, unglaublich schöne Landschaft der südjapanischen Insel Kyushu wird zur Metapher für eine Reise in die sprachlosen Seelenlandschaften der drei wunderbar agierenden Hauptfiguren.