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Devils don't dream! (OmU)
Schweiz 1995, 94 min, R + B: Andreas Hoessli

Mitwirkende: Maria Vilanova de Arbenz (Ehefrau), Pio Quinto Hernandez (Bauer), Howard E. Hunt (CIA-Agent), Nixon, Churchill

Die herkömmliche Geschichtsschreibung hält die Geschichte der Sieger fest. Fakten, die nicht in das vorherrschende Bild passen, werden unbarmherzig unterdrückt und vernichtet.
Andreas Hoessli hat für seinen Film DEVILS DON'T DREAM! mehrere Jahre lang Material über den ehemaligen guatemaltekischen Präsidenten Jacobo Arbenz Guzmán gesammelt. und dabei auch bislang unbekanntes Filmmaterial verwendet, das ein Kameramann versteckt hatte.
In poetischer Struktur sucht dieser Dokumentarfilm nach der Geschichte dieses Mannes. Als Sohn eines europäischen Auswanderers wird Arbenz Guzmán vom Militär zum Revolutionär und1950 Präsident von Guatemala. Er ist ein Präsident, der keiner Partei angehört und keine Manifeste verkündet, sondern das in die Tat umsetzt, was er im Wahlkampf versprochen hat. Er beginnt, an die landlosen Bauernfamilien Land zu verteilen. Der erste Akt der Gerechtigkeit, sagt er; der erste Akt seines Untergangs, sagen die anderen.
September 1954. Der kalte Krieg ist noch jung. Ein Bild geht um die Welt: Jacobo Arbenz Guzmán nackt bis auf die Unterhosen, ausgestellt für die Fotografen. Der mit Hilfe des CIA gestürzte Präsident von Guatemala.
Hoessli macht Bilder einer Geschichte sichtbar, die zerstört wurde, und entlarvt andere Bilder, Legenden und Verleumdungen, die geschaffen wurden und geblieben sind. So entsteht eine überzeugend andere Version der Geschichte: Die Geschichte der Verlierer.