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Dealer

BRD 1999, 74 min, R+B: Thomas Arslan

K: Michael Wiesberg
D: Tamer Yigit, Idil Üner, Birol Ünel, Hussi Kutlucan, Lea Stefanel

Can hält sich mit Dealen knapp über Wasser, weiß, daß es besser wäre damit aufzuhören und verliert wachen Auges seine Freunde, seine Freiheit und seine Familie. Mit minimalistischen Mitteln beschreibt Dealer den Geisteszustand seiner Hauptfigur: knappe Dialoge, angedeutete Bewegungen, kaum Musik. "Es war mir klar, daß dieses Thema verstellt ist durch einen Haufen von Klischees, insbesondere von denen des kriminellen Ausländers. Des weiteren galt es, die Hauptfigur nicht in der Opferrolle einzuschließen, ohne schlicht in das Gegenteil, die ungebrochene Darstellung eines harten Burschen zu verfallen. Ich wollte in diesem Zusammenhang auch von den Dingen reden, an denen sich jemand wie Can den Kopf einrennt. Dinge, die er nicht in der Hand hat. Er bewegt sich in einem Umfeld, das ihm kaum Handlungsspielraum läßt. Dennoch überträgt er die Verantwortung für sein Handeln niemand anderem als sich selbst. Auch wenn es ihm in seiner Verwirrung nicht gelingt, seine Situation klar zu erfassen, ist Cans Zustand nicht einfach nur pathologisch, sondern ist auch Ausdruck eines Gespürs für die Krankheit der ihn umgebenden Wirklichkeit." (Thomas Arslan).