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Broken Silence

CH 1996, 110 min

R: Wolfgang Panzer, D: Martin Huber, Ameenah Kaplan u.a.

"Reduziert auf zwei, drei nacherzählende Sätze ist dieser Film eine Katastrophe: Ein Kartäusermönch wird von seinem Kloster nach Indonesien geschickt, lernt eine junge Frau aus New York kennen und berichtet in einem Beichtstuhl von seiner Reise. ..." (H.G. Pflaume in epd Film 11/96) Stimmt überhaupt nicht, gar keine Katastrophe, schon diese Geschichte ist doch klasse. Wolfgang Panzer findet großartige Bilder, um das Aufeinanderprallen des weltfremden Mönches, der für seine Mission sein Schweigegelübte bricht, und der wilden Welt zu zeigen. Eigentlich auf dem Weg nach Indonesien, muss unser Mönch in Neu Delhi das Flugzeug verlassen, weil seine Flugangst eine Fortbewegung dieser Art zukünftig ausschließt. Natürlich wird er bestohlen, auch wenn die Diebin hinterher meint sich um ihn kümmern zu müssen, weil er ohne sie dem sicheren Untergang geweiht scheint. Und na klar prallen im weiteren Verlauf das Leben des schweigsamen Gottesmannes und der selbstbewussten, schönen Diebin aufeinander wie zwei voll beladene LKWs. Bilder aus einem fremden Land durch die Augen zweier Personen, die auf eine neue Art und Weise leben lernen. Vielleicht auch eine Liebesgeschichte, das ist aber nicht wichtig.