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Another Day in Paradise (OmU)
USA 1998, 95 min, R: Larry Clark

D: James Woods, Melanie Griffith, Vincent Kartheiser, Natasha Gregson Wagner

Bobbie besorgt sich das Geld, das er und seine Freundin Rosie zum Leben, das heißt hauptsächlich für Drogen, brauchen, z.B. durch Automatenknacken. Als er eines Tages, gerade hatte er einen ordentlichen Sack Kleingeld erbeutet, erwischt und übelst zugerichtet wird, tritt Mel ('Onkel Mel'!) in sein Leben. Der erinnert sich wohl an seine eigenen Anfänge und bietet ihm an, mit ihm und seiner Freundin Sid herumzuziehen. Den großen Deal mit geklauten Drogen machen, Unmengen Heroin selbst verbrauchen, durch die Gegend reisen und jede Menge Spaß haben lautet die vorläufige Lebensplanung der frisch entstandenen Wahlfamilie Mel, Sid, Bobbie und Rosie. Und zuerst klappt auch alles: nach gelungenen Geschäften wird ausgiebig gefeiert, die Frauen kaufen massig Klamotten, Waffen werden angeschafft. Man fühlt sich stark und frei, aber das ist natürlich Quatsch. Nach hinten los geht die Geschichte dann auch erstmals, als Mel meint, einer Bande Nazis vertrauen zu können. Larry Clark ist als Regisseur bei uns durch KIDS bekannt geworden. EIN NEUER TAG IM PARADIES kommt genauso direkt und schnörkellos daher. Bestes Schauspielerkino und kein moralischer Zeigefinger, der Filme wie AMERICAN BEAUTY oder MAGNOLIA verwässert.