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8 Femmes (OmU)
Frankreich 2002, 103 min.

R.: Francois Ozon D.: Catherine Deneuve, Fanny Ardant, Isabelle Huppert, Virginie Ledoyen, Emmanuelle Béart, Danielle Darrieux, Firmine Richard, Ludivine Sagnier

Halb Krimi, halb Musical, halb Screwball-Comedy, aber vor allem eine uneingeschränkte Liebeserklärung, ja eine Anbetungserklärung an die Diven der Schauspielkunst hat François Ozon mit 8 FEMMES abgeliefert. Der Mord am einzigen Mann in der Villa in der französischen Provinz der 50er Jahre, gleich zu Beginn des Films, ist nicht mehr als der Aufhänger für Ozons intrigenreichen Divenfilm. Abgeschnitten von der Welt lügen sich die 8 Stars des französischen Kinos mit sichtlicher Freude am Spiel um Kopf und Kragen. Als Fanny Ardant, die nicht nur die unbeliebte Schwester des eben ermordeten Hausherrn ist, sondern auch, wie sich zum Erstaunen der versammelten Damen herausstellt, ein Liebesverhältnis mit der schwarzen Köchin unterhält, ihren schwarzen Mantel öffnete und vom leuchtenden Rot des Mantelinnenfutters umgeben erstrahlte, ging ein Raunen der Begeisterung durch den bis auf den letzten Platz besetzten Berlinale Palast. Und als am Ende des Films sich das Ringen der beiden Rivalinnen Fanny Ardant und Catherine Deneuve - die Gattin des ermordeten Hausherrn - in ein leidenschaftliches Liebesspiel wandelt, musste ich an Susan Sarandons Äusserung denken, dass man nicht betrunken sein müsse, um mit Catherine Deneuve ins Bett zu wollen. Und wer wollte dem widersprechen?